Gesamtbeschreibung (i-Telex)

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Einleitung

Diese Anleitung ist eher ein Referenzhandbuch, d. h. es sollten alle Aspekte des i-Telex erläutert sein, soweit diese den Anwender (und nicht nur den Entwickler) betreffen. Daher muss diese Anleitung nicht vollständig gelesen werden. Die Anleitung ist in folgende Abschnitte gegliedert:

Grundlagen erklärt in wenigen Worten, was das i-Telex System überhaupt für einen Sinn hat. Wer das System also schon besitzt, braucht die dortigen Erläuterungen nicht mehr.

Abschnitt 3 gibt einen kurzen Eindruck, wie ein i-Telex-System aussieht (mit Ausnahme der Fernschreiber selbst).

Abschnitt 4 ist sehr wichtig, da hier einige wichtige Grundbegriffe erklärt werden.

Abschnitt 5 gibt Hinweise für die Platinenbestückung und den Anschluss der Platinen an die Fernschreiber und sonstigen Leitungen.

Abschnitt 6 enthält alle Hinweise für die Inbetriebnahme und Konfiguration einer fertig aufgebauten Anlage (oder bei Nachrüstung zusätzlicher Module).

Abschnitt 7 enthält dann alle Hinweise zur Bedienung des fertigen Systems.

Die Abschnitte 5 bis 7 enthalten jeweils einige einleitende Worte und dann Unterkapitel, die nach Modultypen (Platinentypen) gegliedert sind. Es können also die Unterkapitel übersprungen werden, dessen Module nicht im eigenen System vorkommen.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort und Geschichte

Was ist i-Telex?

i-Telex ist ein vernetzbares System um alte Fernschreiber wieder zu neuem Leben zu erwecken. Denn eine "echte" Verbindung ist schon etwas anderes, als nur einen Lochstreifen im Lokalbetrieb durchlaufen zu lassen ;-)

Es können sowohl mehrere an der lokalen Anlage angeschlossene Fernschreiber als auch Verbindungen über das Internet oder auch das analoge Telefonnetz zu anderen i-Telex-Nutzern hergestellt werden.

Ins Leben gerufen wurde das „TelexPhone“ im Jahre 2000 von Philipp Hachtmann (Hachti) und Henning Treumann. Philipp entwickelte einen Adapter und ein Verbindungsprotokoll, mit dem über geeignete V.21-Modems ein Fernschreiber mit TW39-Anschaltgerät mit einer gleich ausgestatteten Gegenstation über das Telefonnetz verbunden werden kann. So weit wie möglich einer echten Telex-Verbindung nachempfunden.

Dies war etwa 10 Jahre lang das TelexPhone 1. Da jedoch geeignete Modems für das System immer schwieriger beschaffbar wurden und außerdem noch einige zusätzliche Funktionen, wie z.B. Tastaturwahl u.a., gewünscht wurden, entschloss man sich eine komplett neu konzipierte Version 2 zu entwickeln.

Hier kam nun Fred Sonnenrein mit „ins Boot“ und es wurde eine neue Version 2, basierend auf ATMEL-Microcontrollern, entwickelt.

Da die Verbindung über das Telefonnetz inzwischen immer mehr durch das Internet ersetzt wurde, ist das Wort „Phone“ eher verwirrend als klärend, und daher heißt das System nun „i‑Telex“. Ursprünglich war „i-Telex“ der Name der Port-Karte für den Anschluss an ein Ethernet.

Die technischen Grunddaten des i-Telex-Systems (ehemals TxP2)

  • Modular und erweiterbar
  • transparente Verbindung
  • interne Vermittlungsfunktion (Telex-Nebenstellenanlage)

Externe Schnittstelle:

  • Anschluss an das Internet (ein 10-MBit-Ethernet-Anschluss genügt)
  • Anschluss an analoge Telefonanschlüsse (direkt oder über Nebenstellenanlage)
    • VoIP-fähig (soweit es das VoIP-Netz zulässt)
    • MFV-Wahl nach Außen

Interne Schnittstellen:

  • TW 39 (55) Einfachstrom 40mA (Linienstromsystem)
    Nummernschalter- (Wählscheibe) oder Tastaturwahl
  • ED1000 (Tonfrequenzsystem)
  • V.21 (Tonfrequenzsystem)
  • Doppelstrom Stromschleifen 40mA mit Polaritätswechsel, getrennt für Senden und Empfangen
  • Einfachstrom ohne Fernschaltgerät Stromschleife 40 mA ohne Fernschaltgerät, Signalisierung über „Break“-Taste, simulierter Kennungsgeber
  • Hellschreiber GL Tonfrequenz-Schnittstelle für Hellschreiber T.typ.72, T.typ.73 und T.empf.39, simulierter Kennungsgeber (in Vorbereitung)
  • RS232 (Fernschreiberemulation mit Terminalprogramm) mit Anrufspeicher

Bezugsmöglichkeit der Platinen über:

Henning Treumann
Zum Reitplatz 10
31234 Edemissen
E-Mail: df3oe.henning@googlemail.net
TxP: 0 51 76 – 97 54 78

Was kann i-Telex

Das i-Telex ermöglicht dem Nutzer, eines oder mehrere Fernschreibgeräte so zu betreiben, dass diese untereinander und mit anderen Nutzern des i-Telex oder des TelexPhone Version 1 intern oder über das öffentliche Telefonnetz verbunden werden können.

Soweit möglich, wird dabei die Betriebsweise des echten, inzwischen leider weitgehend abgeschalteten Telex-Netzes nachempfunden.

i-Telex-Schema

Das i-Telex ist modular aufgebaut, so dass es den individuellen Wünschen angepasst werden kann. Wird mehr als ein Gerät angeschlossen, sind auch Verbindungen zwischen den angeschlossenen Geräten möglich. Es wird somit eine Art Telex-Nebenstellenanlage nachgebildet.

Derzeit existieren Module für

  • Fernschreiber mit Anschaltgerät für TW39 (Linienstromsystem)
  • Fernschreiber mit ED1000 (Tonfrequenzsystem)
  • Fernschreiber mit V.21 (Tonfrequenzsystem)
  • Fernschreiber ohne Anschaltgerät (Linienstromsystem)
  • Fernschreiber mit Doppelstrom-Schnittstelle (Vierdraht-Verbindung)
  • Nachbildung eines Fernschreibgeräts mit serieller Schnittstelle (RS 232)
  • Leitungsschnittstelle für analoge Telefonleitungen (Modem)
  • Leitungsschnittstelle für LAN (Ethernet)
  • Stromversorgungsmodul

Die Technik ist dokumentiert und „Open Source“, so dass jeder eigene Module entwickeln kann oder bei der Verbesserung der existierenden Module mitwirken kann.

Aufbau

Das i-Telex ist modular aufgebaut. Es werden Elektronik-Platinen im üblichen Europa-Format (100 x 160 mm) verwendet. Da der Platz dieser Platinen oft nicht ausgenutzt wäre, werden teilweise Funktionseinheiten kombiniert oder doppelt auf einer Platine untergebracht. Daher wird für eine einzelne Funktionseinheit der Begriff „Schnittstellen-Modul“ oder „Port“ verwendet.

Die Verbindung der Platinen untereinander erfolgt durch ein Bussystem.

Der Bus besteht aus einem Stromversorgungsbus mit den Spannungen +12V, +5V für die Elektronik und +60V / +30V für Fernschreiber und andere angeschlossene Geräte.

Die Kommunikation der Module erfolgt über einen „Two-Wire-Bus“ (kompatibel zum i²c-Bus), es wird keine „Vermittlungseinheit“ benötigt, dennoch können über den Bus ca. 10 Verbindungen gleichzeitig bestehen.

Technisch ist der Bus wahlweise als Busplatine ausgeführt, alternativ können die Platinen in „Stapelbauweise“ direkt miteinander verbunden werden. Näheres siehe „Aufbauhinweise“.

Musteraufbau des i-Telex mit „handgemachter“ Busplatine

Folgende Platinen (Hardware-Module) sind momentan verfügbar:

  • Stromversorgung
  • Leitungsschnittstelle für Verbindung ins Internet (LAN) -- Ethernet
  • Leitungsschnittstelle für analoge Telefonleitungen (Modem)
  • Doppelanschluss Fernschreiber mit Stromschleife (mit Anschaltgerät für TW39, Doppelstrom oder Einfachstrom) (zwei Module auf einer Platine)
  • Doppelanschluss Fernschreiber mit ED1000 oder V.21 (zwei Module auf einer Platine)
  • Nachbildung eines Fernschreibgeräts mit serieller Schnittstelle (RS 232) plus eine Schnittstelle für TW39

Allgemeines zur Funktion

Dieses Kapitel ist für das Grundverständnis des Systems wichtig und sollte daher unbedingt gelesen werden.

Ausgabetexte eines am i-Telex-System angeschlossenen Fernschreibers sind in dieser Schrift gedruckt, dabei sind beispielhafte Angaben kursiv.

Eingaben über die Tastatur des Fernschreibers sind in dieser Schrift und in GROSSBUCHSTABEN. Dabei werden folgende Tasten als bekannt vorausgesetzt:

  • Bu für Buchstaben-Umschaltung (auch mit A… beschriftet)
  • Zi für Ziffern-Umschaltung (auch mit 1… beschriftet)
  • WR für Wagenrücklauf (auch mit < beschriftet)
  • ZL für Zeilenvorschub (auch mit beschriftet)
  • Leer für die Leertaste (meist gar nicht beschriftet)
  • Werda für die „Wer Da“-Taste (oft auf der Taste D, manchmal mit beschriftet)

Vorbemerkungen und Begriffe

Die i-Telex-Anlagen sind bereits in den kleinsten Ausbaustufen als eine Art „Nebenstellenanlagen“ ausgelegt. Das heißt, dass alle angeschlossenen Schnittstellen (Leitungsverbindungen nach außen und eigene Fernschreibgeräte) mit einer kurzen, nur innerhalb des eigenen Systems gültigen Nummer identifiziert sind.

Diese Nummer ist ein- oder zweistellig und wird bei den eigenen Anschlüssen (Fernschreibmaschinen oder andere lokale Endgeräte wie serielle Schnittstelle) als „Nebenstellen-Durchwahl“ bezeichnet. Bei den Leitungsschnittstellen heißt diese Nummer „Amtsvorwahl“.

Technischer Aufbau und Konfiguration

Alle Module / Platinen, mit Ausnahme der Stromversorgung, funktionieren auf Basis von Atmel-Mikrocontrollern. Dies ermöglicht eine flexible Programmierung der System­funktionen.

Jedes Modul hat seine Adresse in Form einer ein- oder zweistelligen Port-Nummer. In besonderen Fällen kann ein Modul auch mehrere aufeinanderfolgende Nummern belegen. Bei Schnittstellen-Modulen zu Endgeräten ist diese Port-Nummer gleichzeitig die interne „Nebenstellen-Durchwahl“, bei Leitungsschnittstellen die interne „Amtsvorwahl“.

Jedes Modul ist konfigurierbar. Diese Einstellungen (z.B. die eigene Nebenstellen-Nummer) werden im Normalfall von dem jeweils angeschlossenen Endgerät (Fernschreiber) durchgeführt. Bei Modulen ohne Endgerät (z.B. Leitungsschnittstelle) wird bei Start des „Konfigurationsmenüs“ ein bereits funktionsfähiges Endgerät „angewählt“ und von diesem die Konfiguration abgefragt.

Grundsätzliches zur internen und externen Wahl

Die folgenden Aspekte sind sowohl für die Bedienung als auch für das Verständnis der erforderlichen Einstellungen der Module relevant.

Prinzipiell erfolgt das Wählen wie in einer Telefon-Nebenstellenanlage ohne Durchwahl von außen (im Regelfall). Das heißt:

  • Interne Verbindungen werden durch Wahl einer zweistelligen Nummer gewählt. Die Nummer jedes Endgeräts kann konfiguriert werden. Es sind alle einstelligen (0 bis 9) und zweistelligen Nummern (00 bis 99) als „Nebenstellen-Nummern“ nutzbar. Werden ein- und zweistellige Nummern gemischt verwendet ist zu beachten, dass die einstellige Port-Nummer „5“ (beispielsweise) die zweistelligen Nummern 50 bis 59 „verdeckt“.
  • Kommende Verbindungen von außen kommen (im Regelfall) auf einer „Hauptstelle“ an. Die Port-Nummer der Hauptstelle wird bei der Konfiguration des Moduls für die Leitungsschnittstelle eingestellt.
  • Für gehende Verbindungen nach außen muss die „Amtsvorwahl“ der entsprechenden Leitungsschnittstelle vorweggewählt werden. Die Amtsvorwahl wird bei der Konfiguration des Moduls für die Leitungsschnittstelle eingestellt. Dadurch sind mehrere Amtsleitungen möglich. Die Amtsvorwahl kann ebenfalls einstellig oder zweistellig eingestellt werden. Natürlich dürfen auch zweistellige Amtswahlen nicht identisch mit Nebenstellennummern sein.
  • Auf Wunsch kann auch eine Durchwahl bei von außen kommenden Verbindungen auf bestimmte Endgeräte (andere als die Hauptstelle) erlaubt werden. Mehr dazu ist in den Beschreibungen der Module der Leitungsschnittstelle erläutert.

Aufbau des Systems

Dieses Kapitel richtet sich an diejenigen, die das System beginnend von der Platinenbestückung selbst aufbauen möchten. Wer ein bereits zusammengebautes System erhält, kann die Kapitel zu Aufbauhinweise überspringen und jeweils nur den Abschnitt "Anschluss" beachten.

Die folgenden Unterkapitel sind nach den verschiedenen Modultypen gegliedert. Wer eine bestimmte Type nicht besitzt kann den entsprechenden Abschnitt getrost überspringen.

Allgemeine Aufbauhinweise

Grundwissen der Elektronikbestückung wird in diesem Abschnitt vorausgesetzt. Für Anwender, die fertige Platinen verwenden, ist in den folgenden Unterabschnitten jeweils nur der Teil „Anschlüsse“ wichtig.

Abhängig von Aufbauweise bzw. Gehäusekonzept unterschiedliche Bestückung:

Bei Sandwich-Bauweise (Platinenstapel) ist die 32-polige Steckleiste wegzulassen. Die Busverbindungen werden über einreihige Pfostenverbinder (2,54mm-Raster) hergestellt. Die Stromversorgung der Elektronik und der I²C-Bus werden über eine 11-polige, die Stromversorgung der Endgeräte über eine 7-polige Verbindung hergestellt. Die 11-poligen Steckverbinder sind im Bereich der Steckleiste Anschlüsse A2 bis A12 einzusetzen, die 7-poligen Steckverbinder in die Anschlüsse A26 bis A32. Zum Stapeln der Platinen ist auf der Oberseite eine Stiftleiste einzusetzen, auf der Unterseite eine Federleiste anzulöten. Die Stiftleiste wird "normal" in die Platinenlöcher gesteckt und verlötet. Die Beine der Federleiste sind abwechselnd nach links und rechts zu biegen (V-Form) und dann stumpf auf die andere Seite aufzulöten (siehe Bilder einer Prototyp-Serie).

Bei 19"-Bauweise ist als Verbindung zwischen den Federleisten wahlweise eine Lochrasterplatine mit Kupfer-Streifen in 2,54mm- oder 5,08mm-Raster zu verwenden oder die Anschlüsse 2 bis 12 und 26 bis 32 sind durchgehend mit blanken Drähten o. ä. zu verbinden. Bei den Kupfer-Streifen-Platinen sind die Bahnen 13 bis 25 sowohl zwischen den bestückten Federleisten als auch zwischen den A- und C-Kontakten der „einzelnen“ Federleiste zu unterbrechen.

Inzwischen sind auch fertige Bus-Platinen verfügbar. Zwei Varianten:

  • Platz für vier Platinen
  • Platz für sieben Platinen plus Trafo-Platine

Mittels Flachbandkabel sind aber die Bus-Platinen auch zu größeren Systemen kuppelbar.

Die Bus-Leitungen sind bei allen Platinen gleich belegt, auch die A- und die C-Reihe sind jeweils verbunden:

Tabelle 1: Busverbindungen
Leiterbahn-Nr. Busverbindung (Reihen A und C)
2 SCL
4 0V Logik (GND)
6 SDA
8 +5V für digitale Schaltungen
10 +12V für analoge Schaltungen
12 +12V für Relais
14...24 Einzel-Anschlüsse der Platine
26 0V Linienstrom
28 +30V Linienstrom
30 +60V Linienstrom
32 12V~ oder +120V Linienstrom

Stromversorgung

Diese Platine dient zur Stromversorgung des Systems. Sie liefert alle notwendigen Spannungen zum Betrieb, inklusive Linienstrom.

Es wird ein Netztrafo mit 2 x 12 V bis 15 V Wechselspannung, mind. 10 VA, extern angeschaltet.

Bestückung der Platine Stromversorgung, alte Version
Bestückung der Platine Stromversorgung, neue Version mit optionalem Prüfsender

Anschlüsse

Anschlüsse Platine Stromversorgung
Kontakt-Nr. Reihe C Reihe A
2...12 Busverbindungen, s. Tabelle 1
14 Frei Frei
16 12V~ (1) für Elektronik
18 12V~ (2) für Elektronik
20 12V~ (1) für Linienstrom
22 12V~ (2) für Linienstrom
24 Frei Frei
26...32 Busverbindungen, s. Tabelle 1

Bei dieser Platine sind ausnahmsweise die Pins der Reihen A und C auch bei den Kontakten 16, 18, 20 und 22 verbunden.

Es ist ein Trafo mit möglichst zwei galvanisch getrennten Sekundärwicklungen von 15 Volt eff. einzusetzen. Die erste Sekundärwicklung ist an A/C 16 und A/C 18 anzuschließen, die zweite Sekundärwicklung an A/C 20 und A/C 22. Kann nur ein Trafo mit einer Sekundärwicklung verwendet werden, ist die Möglichkeit von Funktionsstörungen gegeben. Außerdem können bei dieser Konstellation einfache Fehler bei externen Anschlüssen zu Beschädigungen der Elektronik führen.

Für die Versorgung der „Elektronik“ (A/C 16 und A/C 18) kann auch ein anderes Netzteil mit 15 V Gleichspannung (DC) verwendet werden.

Falls keine TW39, Doppelstrom oder Einfachstrom-Module verwendet werden, kann die „Linienstrom“-Versorgung entfallen. Werden diese verwendet, muss in jedem Fall eine Wechselspannungsquelle an A/C 20 und A/C 22 angeschlossen werden.

Aufbauhinweise / Bestückungsvarianten

  • Bei 19"-Aufbau keine Besonderheiten.
  • Bei Sandwich-Bauweise als Abstandshalter 25mm lange Gewindebolzen verwenden. Die Stiftleisten der Zwischen-Verbindung müssen wegen der Bauhöhe der Platine doppelt "huckepack" (siehe Foto) ausgeführt werden. In die Pins A16 bis A22 können Schraubklemmen für die Anschlüsse des Trafos eingesetzt werden.

Leitungsschnittstelle LAN (Ethernet)

Aufgrund des Umfangs dieser Schnittstellenkarte ist dieser Teil in einem eigenen Dokument beschrieben.

Leitungsschnittstelle analog (Modem V.21)

Diese Platine enthält ein Modul der analogen Leitungsschnittstelle (Modem) nach CCITT-V.21-Standard.

Bestückung der Platine Leitungsschnittstelle Analog

Anschlüsse

Anschlüsse Platine Leitungsschnittstelle Analog
Kontakt-Nr. Reihe C Reihe A
2…12 Busverbindungen, s. Tabelle 1
14 Frei Telefon b
16 Frei Telefon a
18 Frei Leitung b
20 Frei Leitung a
22 Frei Frei
24 Frei Frei
26…32 Busverbindungen, s. Tabelle 1

Bestückungsvarianten / Aufbauhinweise

  • Wenn kein Telefon angeschlossen werden soll, können die Teile im gestrichelten Rahmen wegfallen (100-er Bauteilenummern). Stattdessen ist die Lötbrücke X (Bild, fehlt noch) zu brücken (Lötperle).
  • Bei 19"-Aufbau die Western-Buchse weglassen.
  • Bei Sandwich-Bauweise die Western-Buchse bestücken. Diese ist mit der "Standard-Belegung" für Modems beschaltet: Mittlere beiden Anschlüsse zum Amt, außenliegende Anschlüsse zum Telefon.
  • Klinkenbuchse 3,5mm dient zum „Reinhören in die Leitung“, z.B. mit einem Walkman-Hörer. Evtl. notwendig bei Version mit Potentiometer zum Abgleich.

Anschluss an die Telefonanlage

Das Modul kann an beliebige Vermittlungen und Amtsanschlüsse mit Tonwahl angeschlossen werden. Es sind die Anschlüsse „Leitung a/b“ zu verwenden.

Ist das Modul entsprechend bestückt, kann ein Fernsprecher an „Telefon a/b“ angeschlossen werden. Das Telefon kann weiter abgehend und ankommend benutzt werden. Wird es benutzt, können vom i-Telex keine abgehenden Verbindungen aufgebaut werden, ankommende Verbindungen bekommen natürlich ein Besetztzeichen.

TW39-Doppelschnittstelle

Diese Platine enthält zwei völlig voneinander unabhängige Module für Fernschreiber mit TW39-Schnittstelle. Die beiden Module / Funktionseinheiten sind hier mit Tln 1 und Tln 2 bezeichnet.

Bestückung der Platine TW39 Doppelschnittstelle

Anschlüsse

Anschlüsse Platine TW39 Doppelschnittstelle
Kontakt-Nr. Reihe C Reihe A
2...12 Busverbindungen, s. Tabelle 1
14 Frei Tln 1 Ltg b mit Widerstand
16 Frei Tln 1 Ltg b ohne Widerstand
18 Frei Tln 1 Ltg a
20 Frei Tln 2 Ltg b mit Widerstand
22 Frei Tln 2 Ltg b ohne Widerstand
24 Frei Tln 2 Ltg a
26...32 Busverbindungen, s. Tabelle 1

Bestückungsvarianten / Aufbauhinweise

  • Beide Module völlig unabhängig (Bestückung nur eines Moduls möglich)
  • Bei 19"-Aufbau keine Besonderheiten.
  • Bei Sandwich-Bauweise müssen in die Pins A14 bis A24 Schraubklemmen für die Anschlüsse zu den Fernschreibern eingesetzt werden.

Anschluss der Fernschreiber an die TW39-Schnittstelle

Es wird entweder ein Fernschreiber mit eingebautem Fernschaltgerät (z. B. die T100 im Standgehäuse, Lo 133 und T68d mit Wählscheibe) oder ein Fernschreiber mit externem Fernschaltgerät benötigt. Bei externem Fernschaltgerät ist der Fernschreiber an dieses anzuschließen und das Fernschaltgerät dann mit der TW39-Karte zu verbinden. Gängig sind zwei Arten von Steckern: Walzenstecker und ADo8-Stecker. In beiden Dosen ist eine Brücke zu schalten, damit die Sendekontakte und die Empfangsschaltungen in Reihe geschaltet werden:

Verbindung Platine TW39-Doppelschnittstelle – Walzendose
Platine Leitung Walzendose Erläuterung
A18 bzw. A24 Ltg a a „dickster“ Ring beim Stecker
  Brücke [ b  
W2  
A14 bzw. A20 Ltg b C Vordere „Buchse“ beim Stecker
Verbindung Platine TW39-Doppelschnittstelle – ADo8-Dose
Platine Leitung ADo8-Dose Erläuterung
A18 bzw. A24 Ltg a 1  
  Brücke [ 2  
3  
A14 bzw. A20 Ltg b 4  
  Brücke [ 5 Zusätzliche Brücke für „Steckerkontrolle“
6
    7 (frei)
    8 (frei)

Ist der Schleifenstrom im Schreibzustand zu groß (über 40 mA), ist ein zusätzlicher Widerstand in eine der beiden Leitungen zum Fernschreiber einzuschalten (Größenordnung 100 Ohm bis 1000 Ohm). Ein zu geringer Schleifenstrom (unter 40 mA) kann durch einen Widerstand zwischen den Klemmen "Ltg b ohne Wid" und "Ltg b mit Wid" erhöht werden (Größenordnung 1 kOhm bis 10 kOhm). Der Schleifenstrom im Ruhezustand (unter 5 mA) kann durch diesen Widerstand nicht nennenswert beeinflusst werden. Sollte im Ruhezustand ein zu großer Strom fließen, dann liegt ein Fehler in dem Fernschaltgerät vor.

Ist ein ausreichend bemessener Einstellwiderstand vorhanden, können auch die Klemmen "Ltg a" und "Ltg b ohne Wid" genutzt werden.

Falls der Fernschreiber nach dem Einschalten der Versorgungsspannung sofort anläuft, ist dieser verpolt angeschlossen und die Anschlussleitung muss umgepolt werden. In Grundstellung (Ruhezustand) ist die a-Ader positiv gegenüber der b-Ader (etwa 60 V bis 90 V).

Eine Justierung der Schnittstelle ist nicht erforderlich.

Stromschleifen-Doppelschnittstelle (FsOFsg)

Diese Platine ist eine Abwandlung der TW39-Doppelschnittstelle. Sie enthält zwei völlig voneinander unabhängige Module für Fernschreiber mit 40-mA-Stromschleife. Der Fernschreiber muss entweder über einen „Zeitschalter“ verfügen oder es ist ein „externes“ Schaltgerät für den Fernschreiber vorzusehen. Die beiden Module / Funktionseinheiten sind hier mit Tln 1 und Tln 2 bezeichnet.

Die zugehörige Firmware ist als „OhneFSG“ bezeichnet, stellenweise ist die Platine auch mit "FsOFsg" bezeichnet.

Weitere Besonderheiten siehe Einstellungen sowie Bedienung.

Anschlüsse

Anschlüsse Platine Stromschleifen-Doppelschnittstelle
Kontakt-Nr. Reihe C Reihe A
2...12 Busverbindungen, s. Tabelle 1
14 Tln 1 Schaltkontakt Tln 1 Ltg b mit Widerstand
16 Tln 1 Schaltkontakt Tln 1 Ltg b ohne Widerstand
18 Frei Tln 1 Ltg a
20 Tln 2 Schaltkontakt Tln 2 Ltg b mit Widerstand
22 Tln 2 Schaltkontakt Tln 2 Ltg b ohne Widerstand
24 Frei Tln 2 Ltg a
26…32 Busverbindungen, s. Tabelle 1

Bestückungsvarianten / Aufbauhinweise

  • Beide Module völlig unabhängig (Bestückung nur eines Moduls möglich)
  • Bei 19"-Aufbau keine Besonderheiten.
  • Bei Sandwich-Bauweise müssen in die Pins A14 bis A24 Schraubklemmen für die Anschlüsse zu den Fernschreibern eingesetzt werden.

Anschluss der Fernschreiber an die Stromschleifen-Schnittstelle

Es wird der Fernschreiber ohne Fernschaltgerät angeschlossen. Auch hier kommen üblicherweise die Anschlussdosen „Walzenstecker“ oder ADo8 zum Einsatz. Es sollte ein Fernschreiber mit eingebautem Zeitschalter verwendet werden.

Der Anschluss entspricht ansonsten dem Schema der TW39-Schnittstelle (siehe hier).

Erforderlich ist eine „Break“-Taste, die den Schleifenstromkreis unterbricht, so lange die Taste gedrückt ist.

ED1000-Doppelschnittstelle

Diese Platine enthält zwei völlig voneinander unabhängige Module für Fernschreiber mit ED1000-Schnittstelle. Die beiden Module / Funktionseinheiten sind hier mit Tln 1 und Tln 2 bezeichnet. Mit anderer Firmware kann die gleiche Platine auch für Fernschreiber mit V.21-Schnittstelle verwendet werden.

Bestückung der Platine ED1000 Doppelschnittstelle

Anschlüsse

Anschlüsse Platine ED1000 Doppelschnittstelle
Kontakt-Nr. Reihe C Reihe A
2…12 Busverbindungen, s. Tabelle 1
14 Frei Tln 1 Ltg b
16 Frei Frei
18 Frei Tln 1 Ltg a
20 Frei Tln 2 Ltg b
22 Frei Frei
24 Frei Tln 2 Ltg a
26…32 Busverbindungen, s. Tabelle 1

Bestückungsvarianten / Aufbauhinweise

  • Beide Module völlig unabhängig (Bestückung nur eines Moduls möglich)
  • Bei 19"-Aufbau keine Besonderheiten.
  • Bei Sandwich-Bauweise müssen in die Pins A14 bis A24 Schraubklemmen für die Anschlüsse zu den Fernschreibern eingesetzt werden.

Anschluss dee Fernschreiber

Für Geräte mit ED1000-Schnittstelle waren nur ADo8-Stecker üblich. Die ADo8-Dose ist wie folgt anzuschließen:

Verbindung Platine TW39-Doppelschnittstelle – ADo8-Dose
Platine Leitung ADo8-Dose Erläuterung
A18 bzw. A24 Ltg a 1  
  Brücke [ 2  
3  
A14 bzw. A20 Ltg b 4  
  Brücke [ 5 Zusätzliche Brücke für „Steckerkontrolle“
6
    7 (frei)
    8 (frei)

Eine Verpolung ist nicht möglich.

Justierung

Im Regelfall sollte ohne weitere Einstellungen (Justierung) die Verbindung von der Schnittstelle zum Endgerät funktionieren.

In den seltensten Fällen muss die ED1000-Karte auf die Leitung und die Charakteristik der Gegenstelle eingestellt werden. Folgende Einstellung kann zum Einstieg benutzt werden:

Grundeinstellung Potis ED1000
Poti Kanal A Poti Kanal B Grundeinstellung Hinweis
P1 P2 Mittelstellung Vorderste Reihe
P3 P4 Rechtsanschlag Zurückgesetzt gegenüber P1 bzw. P2
P5 P6 Linksanschlag Nähe Steckverbindung, bei neueren Platinen nicht mehr bestückt.

Rechtsanschlag bedeutet, das Poti von der Vorderseite (LED) der Platine aus betrachtet, rechtsherum (im Uhrzeigersinn) bis zum Anschlag zu drehen (mit kleinem Schraubendreher).

Sollte mit dieser Einstellung die Verbindung nicht einwandfrei funktionieren, so ist in erster Linie durch Poti P1 bzw. P2 eine Verbesserung zu versuchen. Für die Tests und Einstellungen muss die Platine in Betrieb sein und auch der Fernschreiber (bzw. der ED1000-Umsetzer) in Betrieb (aber Grundstellung) sein.

Dann kann eine der drei folgenden Methoden angewendet werden (je nach persönlicher Ausstattung). Die Potis P5 bzw. P6 brauchen nicht verstellt zu werden.

Einstellung mit Oszilloskop

Dazu ein Oszilloskop (einkanalig genügt) an die Anschlusspunkte hinter der Taste der ED1000-Karte anschließen (SV3 bzw. SV5). Den Masse-Anschluss dabei auf den oberen Pin, aber Achtung, dieser hat +5V-Potenzial, also nicht Gehäuse des Oszilloskops mit Masse der i-Telex-Anlage berühren. Den Signaleingang auf den unteren Pin anschließen.

Durch Verstellen von P1 bzw. P2 nun versuchen, die Amplitude der tieferen Frequenz auf möglichst geringe Werte zu bringen. Es verbleiben die 2250 Hz von dem Fernschreiber bzw. ED1000-Adapter. Dies ist das Nutzsignal und muss daher so „rein“ wie möglich sein. Sollte diese Schwingung an den Spitzen „gekappt“ sein, so ist durch leichtes Verstellen von P3 bzw. P4 (nach links) eine Verbesserung zu versuchen. Danach muss aber die Einstellung von P1 bzw. P2 wiederholt werden.

Wer ganz edel ausgestattet ist, kann natürlich auch einen Spektrum-Analyzer anschließen, für diesen Fall wird aber auf eine Beschreibung verzichtet.

Einstellung mit Kopfhörer

Dazu einen möglichst hochohmigen Kopfhörer an die Anschlusspunkte direkt hinter der Taste auf der ED1000 Karte anschließen (SV3 bzw. SV5). Durch Verstellen von P1 bzw. P2 nun versuchen, den tiefen Ton (500 Hz) des zu hörenden Tongemischs so leise wie möglich zu hören. Es verbleibt der 2250 Hz Ton von dem Fernschreiber bzw. ED1000-Adapter.

Sollte dieser Ton sehr verzerrt klingen, kann ein leichtes Verstellen von P3 bzw. P4 (nach links) eine Verbesserung bringen (Dieses Poti dämpft die Signalübertragung in beide Richtungen). Danach muss aber die Einstellung von P1 bzw. P2 wiederholt werden.

Einstellung ohne Messgeräte und Zubehör

Da hilft nur Probieren. So lange durch verschiedene Einstellung des P1 bzw. P2 die Verbindungsqualität prüfen, bis ein Optimum erreicht ist. Falls dies nicht zum Ziel führt, P3 bzw. P4 etwas nach links drehen und erneut mit P1 bzw. P2 eine gute Einstellung versuchen zu finden.

Kombination TW39 - seriell / spezial

Diese Platine besteht aus einem Modul Serielle Schnittstelle mit Anruf-Speicher und einem davon unabhängigen Modul TW39-Schnittstelle.

Die Platine bietet darüber hinaus Platz für Eigenentwicklungen. Beide Funktionseinheiten können entsprechend abgewandelt verwendet werden.

Bestückung der Platine TW39 + Seriell, alte Version (1.xx)
Bestückung der Platine TW39 + Seriell, neue Version (2.xx)

Anschlüsse

Achtung: Diese Platine gibt es in zwei deutlich abweichenden Varianten. Die alten Versionen (bis 1.50) haben den Teil der seriellen Schnittstelle oben, die neuen Versionen (ab 2.00) unten. Die alten Versionen haben keinen Sub-D-Anschluss auf der Vorderseite, die neuen Versionen sind wahlweise über die Anschlüsse auf der Rückseite oder über den Sub-D-Stecker auf der Vorderseite zu verbinden.

Anschlüsse Platine TW39 + Seriell, alte Version bis 1.50
Kontakt-Nr. Reihe C Reihe A
2…12 Busverbindungen, s. Tabelle 1
14 Seriell RxD (2) Seriell RTS (7)
16 Seriell TxD (3) Seriell CTS (8)
18 Freie Schaltung XA1 Freie Schaltung XA2
20 Frei TW39 Ltg b mit Widerstand
22 Frei TW39 Ltg b ohne Widerstand
24 Frei TW39 Ltg a
26…32 Busverbindungen, s. Tabelle 1
Anschlüsse Platine TW39 + Seriell, neue Version ab 2.00
Kontakt-Nr. Reihe C Reihe A
2…12 Busverbindungen, s. Tabelle 1
14 Frei TW39 Ltg b mit Widerstand
16 Frei TW39 Ltg b ohne Widerstand
18 Frei TW39 Ltg a
20 Freie Schaltung XA1 Freie Schaltung XA2
22 Seriell RxD (2) Seriell TxD (3)
24 Seriell RTS (7) Seriell CTS (8)
26…32 Busverbindungen, s. Tabelle 1

Klammerangaben: Pin-Nummer des 9-poligen Sub-D-Steckers für serielle Schnittstelle (mit Verwendung eines Nullmodem-Kabels). Pins 1, 4 und 6 am Sub-D-Stecker brücken. Pin 5 des Sub-D-Steckers an Logik-Masse, also Kontakte A4 oder C4 des Platinen-Steckverbinders, anschließen.

Bestückungsvarianten

  • Beide Module völlig unabhängig (einfache Bestückung möglich)
  • Bei 19"-Aufbau den Steckverbinder SV5 weglassen.
  • Bei Sandwichbauweise in die Pins AC14 bis AC16 Doppelstock-Klemmen für die serielle Schnittstelle einsetzen (da ist aber eine Sub-D-Buchse an SV5 sinnvoller). Bei Sonderschaltung sind die Klemmenpunkte A18 und C18 bzw. A20 und C20 zu verwenden. Bei A20 bis A24 bzw. A14 bis A18 können Schraubklemmen für die Anschlüsse des Fernschreibers eingesetzt werden.
  • Versuchsweise ist auch eine Bestückung einer USB-Buchse mit entsprechendem Schnittstellenwandler möglich.

Anschluss der Fernschreiber an die TW39-Schnittstelle

Der Anschluss des Fernschreibers an die TW39-Schnittstelle ist hier erläutert.

Anschluss der Datenendgeräts an die serielle Schnittstelle

An der seriellen Schnittstelle kann ein beliebiges RS232-kompatibles Gerät (z.B. PC mit Terminalprogramm) angeschlossen werden.

Es ist auf 9600 Baud, 8 Datenbits, 1 Stoppbit, keine Paritätsbits einzustellen.

Hardware Handshake ist möglich, aber nicht zwingend, siehe Einstellungen.

Erste Einschaltung

Wird das Modul das erste Mal in Betrieb genommen, dann kann infolge von „Datenmüll“ im Speicher für die Aufzeichnung das System „hängenbleiben“. Erkennbar an dauerndem leuchten der blauen LED direkt nach dem Einschalten.

In diesem Fall kann eine Initialisierung des Speichers durch Drücken der Taste am Modul während der Einschaltung (Anlegen der Betriebsspannung) erfolgen. Die Taste muss gedrückt worden sein, bevor nach der Sequenz rot / gelb / grün die blaue LED aufleuchtet. Sobald die blaue LED wieder erloschen ist, kann die Taste wieder losgelassen werden.

Hellschreiber

Mit dieser Schnittstelle können Hellschreiber mit "Gleichlauf"-Arbeitsweise verwendet werden (Siemens Typen T.empf.39 "L", T.typ.72 "GL" und T.typ.73 "AGL", siehe Englische Beschreibung der Siemens-Hellschreiber mit Start-Stop-Betrieb).

Andere Hellschreiber (Feld-Hell, Presse-Hell) können nicht verwendet werden, da diese Zeichenerkennung bei diesen Übertragungsarten deutlich komplexer ist.

Diese Platine ist eine Erweiterung der Platine TW39+Seriell. Die Bauanleitung befindet sich aufgrund des Umfangs hier (in Arbeit).

Der Hellschreiber selbst kann grundsätzlich in verschiedenen Betriebsschaltungen betrieben werden. Für die Schnittstelle am i-Telex muss die Schaltung B verwendet werden.

Im Hellschreiber müssen somit folgende Brücken gesetzt sein: Br4, Br8, Br9, Br10

Folgende Brücken müssen demnach offen sein: Br1, Br 2, Br3, Br5, Br6, Br7

Br5 und Br9 sind Lötbrücken.

Am seitlichen Drehschalter ist die Betriebsfrequenz 3 kHz zu wählen.

Busplatinen

Die Busplatinen erleichtert den Anschluss der „Funktionsplatinen“ wesentlich. Die Busplatinen haben aber keine elektrische „Zusatzfunktion“.

Die Busplatinen verbindet die Anschlüsse A2/C2 bis A12/C12 sowie A26/C26 bis A32/C32 über alle Platinen-Steckplätze und führt diese Verbindungen auch an die SV9 und SV10.

Als „Anschlusshilfe“ werden die Schraub- oder Steckklemmen an die Anschlüsse A14 bis A24 und C14 bis C24 der Platinen-Steckplätze verbunden, wobei die Steckleisten auf der Vorderseite direkt zu den „gegenüberliegenden“ Klemmen auf der Rückseite geführt sind.

Wenn also in dieser Anleitung steht „Anschließen an C20 der Platine XYZ“ dann heißt dies bei Verwendung der Busplatine „Anschließen an Klemme C20 auf der Busplatine am Steckplatz der Platine XYZ“.

Die Steckplätze sind beliebig tauschbar. Die SV-Platine wird üblicherweise an den (von hinten betrachtet) linken Rand gesetzt, da diese Platine "höher baut" und daher einen anderen Steckplatz blockieren würde falls ein anderer Platz benutzt wird.

Eine kleine Ausnahme der „Beliebigkeit“ bildet noch der zweite Steckplatz von links: Hier sind zusätzlich zu den Schraubklemmen die Pins C22 / A22 / C24 / A24 auf den 9-poligen Sub-D-Stecker geführt, so dass eine Seriell-Platine (nur ab Version 2.0) auch von hinten anschließbar ist.

Als Übersicht für die Beschaltung der verschiedenen Platinen hier nochmal eine Zusammenstellung der Anschlüsse der Busplatine in der Reihenfolge der Klemmen auf der Rückseite. Die Reihenfolge der Spalten in der folgenden Tabelle ist ohne Bedeutung, d. h. die Busplatine ist grundsätzlich für beliebige Bestückungsreihenfolge geeignet.

Zusammenstellung der Anschlüsse auf der Busplatine
Anschluss Stromversorgung TW39 doppel und Stromschleife doppel TW39+Seriell+Spezial bis v1.50 TW39+Seriell+Spezial ab v2.00 ED1000 doppel und V.21 doppel Analog Leitung Ethernet Hellschreiber
C14 Tln 1 SK Seriell RxD (2) Trafo Sekundärseite
C16 12 V ~ (A) Tln 1 SK Seriell TxD (3) TRJ Masse Trafo Sekundärseite
C18 12 V ~ (A) Freie Schaltung XA1 TRJ Pin 2 Trafo Primärseite
A14 Tln 1 Ltg b mit Widerstand Seriell RTS (7) TW39 Ltg b mit Widerstand Tln 1 Ltg b Telefon b TW39 Ltg b mit Widerstand
A16 12 V ~ (A) Tln 1 Ltg b ohne Widerstand Seriell CTS (8) TW39 Ltg b ohne Widerstand Telefon a TRJ Masse TW39 Ltg b ohne Widerstand
A18 12 V ~ (A) Tln 1 Ltg a Freie Schaltung XA2 TW39 Ltg a Tln 1 Ltg a Leitung b TRJ Pin 1 TW39 Ltg a
A20 12 V ~ (B) Tln 2 Ltg b mit Widerstand TW39 Ltg b mit Widerstand Freie Schaltung XA2 Tln 2 Ltg b Leitung a TRJ Pin 3 Hellschreiber Ltg a
A22 12 V ~ (B) Tln 2 Ltg b ohne Widerstand TW39 Ltg b ohne Widerstand Seriell TxD (3) TRJ Pin 6 (Seriell TxD (3))
A24 Tln 2 Ltg a TW39 Ltg a Seriell CTS (8) Tln 2 Ltg a TRJ Masse (Seriell CTS (8))
C20 12 V ~ (B) Tln 2 SK Freie Schaltung XA1 TRJ Pin 4 Hellschreiber Ltg b UND Trafo Primärseite
C22 12 V ~ (B) Tln 2 SK Seriell RxD (2) TRJ Pin 8 (Seriell RxD (2))
C24 Seriell RTS (7) TRJ Masse (Seriell RTS (7))

Erläuterungen:

  • SK: Schaltkontakt für Fernschalter-Ersatz bei Stromschleifen-Schnittstelle
  • TRJ: Buchse Typ „TRJ0011“ bei Ethernet-Karten, die keine Schnittstellenbuchse auf der Vorderseite haben. Sonst diese Pins freilassen!
  • Bei der Stromversorgungs-Platine sind die Anschlüsse A16 mit C16, A18 mit C18 usw. verbunden. Es ist also egal, ob die Wicklung A des Speisetrafos an A16 und A18 oder an C16 und C18 angeschlossen wird.

Inbetriebnahme und Einstellungen

Dieses Kapitel ist für die erste Inbetriebnahme des Systems mit angeschlossenen Fernschreibern wichtig. Das meiste ist zwar im Lieferzustand bereits betriebsfähig, eine optimale Funktion bedingt aber die Kenntnis der Einstellungsmöglichkeiten.

Zur Inbetriebnahme sind die Platinen mit der beschriebenen Busverdrahtung oder der Busplatine zu verbinden, die Fernschreiber anzuschließen und die Energieversorgung ist einzuschalten.

Die möglichen Einstellarbeiten sind im Folgenden beschrieben. Für das Verständnis ist die Kenntnis der grundsätzlichen Funktionsweise im Betrieb erforderlich (siehe hier).

Fertige Systeme werden bereits mit einer „Grundeinstellung“ ausgeliefert. Das heißt, dass das i-Telex-System bereits „einsatzfähig“ ist. In diesem Fall können die folgenden Unterabschnitte zum Thema „Einstellungen“ vorläufig übersprungen werden.

Grundsätzliches zur dialogbasierten Einstellung

Die Einstellungen der Module werden im Regelfall dialogbasiert geführt.

Wenn der Fernschreiber richtig angeschlossen ist, kann durch langes Drücken der Taste am Modul der Konfigurationsmodus eingeschaltet werden. Die Eingabe der Konfigurationswerte erfolgt im Dialog, nachdem zunächst die Version (Kompilierdatum) der Firmware ausgedruckt wurde. Danach werden die Einstell-Parameter dialogbasiert abgefragt. Es wird immer zunächst die vorhandene Einstellung ausgegeben („alt“) und danach die neue Einstellung abgefragt.

Bei jeder Abfrage kann mit der Eingabe eines Punktes . die vorherige Einstellung beibehalten werden. Die Eingabe der Buchstaben-Umschaltung Bu und Ziffern-Umschaltung Zi ist zu jedem Zeitpunkt ohne weiteres zulässig, WR, ZL und Leerzeichen dürfen vor dem ersten druckbaren Zeichen eingegeben werden (um z. B. beim T68 die Tastensperre am Zeilenende zu lösen). WR oder ZL nach einem druckbaren Zeichen beendet die Werteingabe von Zahlen, ebenso wie das Leerzeichen. Sofern die Anzahl erlaubter Zeichen begrenzt ist (z. B. zweistellige Zahlen) wird nach Eingabe der letzten möglichen Ziffer automatisch die Eingabe bestätigt.

Wird eine Zahl scheinbar nicht angenommen, ist möglicherweise die Ziffern-Umschaltung nicht empfangen worden. In diesem Fall sollte die Buchstaben-Umschalttaste, danach die Ziffern-Umschalttaste und danach die gewünschte Eingabe wiederholt werden.

Ja-Nein-Einstellungen werden durch Eingabe von J oder N getätigt. Ein Punkt lässt die Einstellung unverändert. Nach J bzw. N ist kein weiterer Tastendruck erforderlich. Gegebenenfalls ist vorher die Buchstaben-Umschalttaste zu drücken.

Die Eingabe kann auch durch Verbindungsabbau beendet werden, die bis dahin veränderten Werte werden dann übernommen. Eine nachträgliche Korrektur ist nur durch eine erneute Eingabe der Werte möglich.

Die Konfiguration jedes Moduls wird im jeweiligen Modul nichtflüchtig gespeichert, d. h. bleibt auch bei Netzausfall erhalten!

Die verschiedenen Modultypen haben unterschiedlichen Umfang an Einstellmöglichkeiten, die Reihenfolge ist bei den meisten Modulen einheitlich, manche Einstell-Möglichkeiten stehen aber nicht in allen Modul-Typen zur Verfügung.

Am Ende der vollständigen Konfiguration wird +++ ausgedruckt.

Konfigurations-Abfragen

Einfache Konfiguration

einfache konfiguration?

Mit der Antwort „ja“ (Taste J) werden selten benötigte Einstell-Möglichkeiten mit Standard-Werten belegt. Mit der Antwort „nein“ (Taste N) werden alle verfügbaren Einstellungswerte abgefragt. Bei der einfachen Konfiguration werden nur die Nebenstellen-Nummer und die Rufumleitungs-Annahme sowie andere für die Grundfunktion wichtige Parameter abgefragt.

Nebenstellen-Nummer

durchwahl aktuell: 33 neu:

Die (zweistellige) Nebenstellen-Nummer für die interne Anwahl. Nach Eingabe einer Nebenstellen-Nummer wird diese dahingehend geprüft, ob ein anderes Modul diese Nummer bereits benutzt. Wenn ja, wird erneut nach einer Nebenstellen-Nummer gefragt. Durch Eingabe von Punkt . kann die alte Durchwahl unverändert beibehalten werden. Jedes Zeichen außer 0 bis 9 beendet die Eingabe einer neuen Durchwahl (sofern diese schon begonnen wurde). Nach zwei Ziffern wird auch mit dem nächsten Parameter weitergemacht.

Rufumleitungen annehmen

umleitungen abweisen?

Hier kann eingestellt werden, ob in Anlagen mit mehreren lokalen Anschlüssen dieses Gerät bei einer „Rufumleitung bei besetzter Hauptstelle“ die Rufumleitung annehmen soll. Direkte Wahl der Nebenstelle wird immer angenommen, sofern keine Zeitsperre aktiv ist. Es empfiehlt sich die Einstellung „nein“ (Taste N), außer es handelt sich um einen Streifenschreiber: Sofern man mit dem Empfang von Bildern o.ä. rechnet ist es sinnvoll, diese nicht auf dem Streifenschreiber zu drucken, sofern der Haupt-Fernschreiber (Blattschreiber) besetzt ist.

Wählscheibe vorhanden

waehlscheibe vorhanden?

(Nur TW39-Schnittstelle) Hier kann eingegeben werden, ob das Anschaltgerät über eine Wählscheibe verfügt. Davon abhängig ist später das Bedienverfahren des Verbindungsaufbaus. Es ist mit J oder N die Frage zu beantworten.

Wahlaufforderungsimpuls

laenge wahlauff-imp. (akt. 30 /100 sek)?

(Nur TW39-Schnittstelle) Wenn eine Wählscheibe vorhanden ist, wird hiermit die Länge des Wahlaufforderungs-Impulses gesendet und abgefragt (in 1/100 Sekunden). Der Standardwert ist 20 für 0,2 Sekunden. Manche Endgeräte (z. B. Siemens T1000, Lorenz Lo15) benötigen kürzere Impulse (0,1 Sekunden = Einstellwert 10). Beim T57 von RFT ist 20 passend.

Kommend-Sperre

kommend-sperre mit wahl: (akt. 99 ) neu (0 = aus):

An dieser Stelle kann eine fiktive Nebenstellen-Nummer für die Einschaltung einer kommenden Sperre eingegeben werden. Durch Eingabe der Null (Taste 0 und Leer) wird diese kommende Sperre nicht aktivierbar gemacht. Die Anwendung ist hier beschrieben.

Lokalbetrieb simulieren

lokalbetrieb waehlen mit: (akt. 88 ) neu (0 = aus):

An dieser Stelle kann eine fiktive Nebenstellen-Nummer für die Simulation des Lokalbetriebs eingegeben werden. Durch Eingabe der Null (Taste 0 und Leer) wird diese Funktion deaktiviert.

Zeitsperre

Die folgenden Parameter beziehen sich auf die Funktion Zeitsperre.

Die Zeitsperre bewirkt, dass der Anschluss während der eingegebenen Zeiten für ankommende Verbindungen (egal ob intern oder extern) nicht erreichbar ist (als wäre er besetzt). Abgehende Verbindungen funktionieren immer. Wird aber eine abgehende Verbindung während der Wirksamkeit der Zeitsperre eingeleitet, so wird die Zeitsperre dieses Anschlusses für 10 Minuten ausgesetzt.

Es können zwei Zeiträume (mit A und B bezeichnet) mittels Angabe der Startzeit und der Endzeit definiert werden. Sind Startzeit und Endzeit identisch, ist dieser Zeitraum wirkungslos. Ist die Endzeit früher als die Startzeit, wirkt der Zeitraum über 24 Uhr hinweg.

Durch Eingabe von Punkt . können die bestehenden Zeiten unverändert übernommen werden.

zeiten vierstellig ohne punkt und komma eingeben

Nur eine Einleitung für die kommenden Abfragen.

sperrzeit a von: 1200 neu:

Beginn der ersten Sperrzeit eingeben.

... bis: 1400 neu:

Ende der ersten Sperrzeit eingeben.

sperrzeit b von: 2200 neu:

Beginn der zweiten Sperrzeit eingeben.

... bis: 0800 neu:

Ende der zweiten Sperrzeit eingeben.

sperrzeit wochenend-abhaengig?

Eingeben, ob beide Sperrzeiten täglich (Antwort „nein“) oder wechselnd während der Woche und am Wochenende (Antwort „ja“) gelten sollen.

Ist die Einstellung „Wochenend-Abhängigkeit“ auf „ja“ gesetzt, dann wirkt die Sperrzeit A nur Montag bis Freitag, die Sperrzeit B nur Samstag und Sonntag. Bei „nein“ wirken beide Sperrzeiten täglich, so kann z. B. eine Mittagspause definiert werden (obiges Beispiel).

Bedingung für das Funktionieren an sich ist, dass die Ethernet-Karte die Uhrzeit im System verteilt. Es sollte also eine Version ab 706 mit eingeschalteter Zeitverteilung eingesetzt werden. Während eine Verbindung besteht, wird die Uhrzeit von der Ethernet-Karte nicht verteilt. Es kann also zu einer verzögerten Aktivierung oder Deaktivierung einer Zeitsperre kommen.

Automatische Vorwahl

automatische vorwahl? aktuell:

Die automatische Vorwahl bewirkt, dass beim Aktivieren des Fernschreibers für eine gehende Verbindung automatisch eine einstellbare Folge von Ziffern (verdeckt) gewählt wird. Diese Funktion kann beispielsweise verwendet werden, um die Amts-Vorwahl für die Ethernet-Karte nicht mehr eingeben zu müssen. In diesem Fall sind aber keine internen Verbindungen mehr möglich. An dieser Stelle der Konfiguration ist zunächst zu wählen, ob eine oder mehrere Ziffern automatisch vorweg gewählt werden sollen (Antwort „ja“) oder nicht (Antwort „nein“).

wahlziffern eingeben, ende mit + (akt.: 0+ ):

Hier sind nun die gewünschten Ziffern per Tastatur einzugeben. Nach der letzten Ziffer ist ein Plus-Zeichen einzugeben. Durch die Eingabe eines Punktes als erstes Zeichen bleibt die bisherige alte Ziffernfolge unverändert.

Hinweis: Die automatische Vorwahl wirkt auch auf die „Sonder-Nummern“ für die Kommend-Sperre und den simulierten Lokalbetrieb. Im Regelfall sind diese beiden Funktionen in Verbindung mit der automatischen Vorwahl nicht nutzbar.

Maximale Hochlaufzeit

maximale hochlauf-zeit in sekunden (3-25, akt. 7):

Hier kann eingestellt werden, wie lange die Schnittstellenkarte maximal wartet, nachdem ein ankommender Anruf dem Fernschreiber signalisiert wird bis der Fernschreiber Betriebsbereitschaft anzeigt.

Bei Überschreitung dieser Zeit wird dem Anrufer eine Störung angezeigt, die Schnittstelle aktiviert eine Sperre für kommende Anrufe (angezeigt mit rotem Dauerlicht und blauem Blinken).

Im Regelfall sind 5 bis 7 Sekunden ausreichend, da allenfalls ein aktivierter Lokalbetrieb den Hochlauf des Fernschreibers verzögert. In Verbindung mit der Anrufsignalisierung (siehe hier) kann aber eine deutlich längere Zeit sinnvoll sein, abhängig von der Zeit zwischen Einschaltung der Energiezufuhr und Betriebsbereitschaft des Fernschreibers. Somit sollte dieser Wert nur dann erhöht werden, wenn ungerechtfertigt die Schnittstellenkarte eine Einschaltstörung anzeigt (rote LED leuchtet, blaue LED blinkt).

Verzögerung Anlauf-Meldung

verzoegerung rueckmeldung fs-anlauf in /10 sekunden\r\n (3-200, akt. 15):

Hier kann eine Verzögerungszeit eingegeben werden, die zwischen der Rückmeldung des Fernschaltgeräts beim Einschalten des Fernschreibers und der i-Telex-internen Einschaltung (also Freigabe des Druckens von empfangenen Zeichen) gewartet werden soll. Für die mechanischen Fernschreiber genügt eine Zeit von 0,5 bis 1,5 Sekunden (Eingabewerte von 5 bis 15), bei elektronischen Fernschreibern mit eingebauten Fermschaltgerät sollte eine sehr kurze Zeit (0,3 Sekunden) genügen. In Sonderfällen (elektronische Fernschreiber mit externem Fernschaltgerät) können längere Zeiten erforderlich sein.

Wenn Zeiten von mehr als 1,5 Sekunden gewählt werden, dann sollten alle Schnittstellenkarten mit einer Softwareversion von mindestend 450 versehen werden und auf der (den) Ethernet-Karte(n) die Option "neues Bus-Protokoll" (siehe hier) verwendet werden.

Während der gewählten Anlauf-Verzögerung sind auch keine Eingaben am Fernschreiber möglich, jegliche Eingabe wird zwar ggf. intern gedruckt, aber nicht an die Gegenstelle weitergeleitet. Dies ist erforderlich, damit Störungen beim Anlaufen nicht die Funktion der Gegenstelle beeinflussen.

Somit sollte generell die Zeit so kurz wie möglich gewählt werden, und nur dann erhöht werden, wenn beim Empfang die ersten Zeichen der Nachricht oder des Datums verstümmelt gedruckt werden.

Tastenfunktion

funktion taste am modul (akt. 0 ):

Mit der Eingabe der Zahl 1 wird durch Tastendruck am Modul ein Testtext ausgegeben.

Mit der Eingabe der Zahl 2 wird durch Tastendruck am Modul der externe Schaltausgang (siehe Anrufsignalisierung) aktiviert.

Mit der Eingabe jedes anderen Wertes (Standard 0) wird durch einen Tastendruck die Schnittstelle deaktiviert und beim nächsten Tastendruck wieder aktiviert.

Anmerkung: Die Funktionen „Umleitungen abweisen“, „Lokalberieb“, „Zeitsperre“, „Automatische Vorwahl“ und „Tastenfunktion“ sind nur in der Plus-Version der TW39-Firmware verfügbar.

Besonderheiten einzelner Module bei der Konfiguration

Stromschleifen-Schnittstelle ohne Fernschaltgerät (FsOFsg)

Simulierter Kennungsgeber

software kennungsgeber:

Falls der angeschlossene Fernschreiber keinen eingebauten Kennungsgeber hat, dann (und nur dann!) kann hier ein simulierter Kennungsgeber-Text eingegeben werden.

Zur Eingabe der Kennung ist als „Begrenzungszeichen“ ein Buchstabe, eine Ziffer oder ein Satzzeichen auszuwählen, dass in der jeweiligen Kennung nicht vorkommt. Dieses Begrenzungszeichen ist vor und nach der jeweiligen Kennung einzugeben. Beispiele: Zur Eingabe der Kennung „12345 hugo d“ kann der Buchstabe X verwendet werden.

Es werden alle vom Fernschreiber generierten Codes gespeichert, einschließlich Buchstaben und Ziffern-Umschaltungen. Somit würde bei der Verwendung des Begrenzungszeichens „+“ und der Eingabe von „+hugo+“ der Ziffern-Wechsel am Ende (und der Buchstaben-Wechsel am Anfang) auch mitgespeichert werden. Somit ist es zu empfehlen, das Begrenzungszeichen aus der Zeichenebene zu wählen, die der Fernschreiber am Ende der Ausgabe einnehmen soll. Ein Punkt als Trennzeichen kann nicht verwendet werden, da durch die Eingabe eines Punkts eine bereits vorhandene Einstellung unverändert beibehalten wird.

Somit wäre für eine normenkonforme Kennung dann einzugeben:

Bu X Bu WR ZL Zi 1 2 3 4 5 Bu Leer H U G O Leer D X

Um einen Leertext einzugeben (und somit den simulierten Kennungsgeber zu deaktivieren), ist zweimal das gleiche Zeichen (z. B. Bu X X) einzugeben.

Ein vorhandener Kennungsgeber-Text kann durch Eingabe eines Punkts (Zi .) unverändert beibehalten werden.

Wahlaufforderungstext

wahlaufforderung:

Die Betriebszustände des Fernschreibers werden durch verschiedene kurze „Kennungen“ angezeigt. Diese Kennungen können verändert werden. An dieser Stelle ist die Kennung einzugeben, die nach Starten des Fernschreibers ausgegeben wird, um die Eingabe der Wählziffern anzufordern. Als Standard-Kennung ist hier „ga“ verwendet. Zur Eingabe dieser Kennung gelten die gleichen Regeln (Verwendung von Begrenzungszeichen) wie bei der Eingabe des Kennungsgeber-Simulators.

Verbindungsbestätigung

verbindungsbestaetigung:

Als Standard-Kennung ist hier „con“ verwendet. Zur Eingabe dieser Kennung gelten die gleichen Regeln (Verwendung von Begrenzungszeichen) wie bei der Eingabe des Kennungsgeber-Simulators.

Meldung nach Verbindungsabbau

meldung verbindungsabbau:

Als Standard-Kennung ist hier „nnnn“ verwendet. Zur Eingabe dieser Kennung gelten die gleichen Regeln (Verwendung von Begrenzungszeichen) wie bei der Eingabe des Kennungsgeber-Simulators.

Serielle Schnittstelle mit Aufzeichnung

Zur Konfiguration des Moduls Serielle Schnittstelle ist ein PC mit Terminal-Programm an die serielle Schnittstelle anzuschließen.

Danach ist der Konfigurationsmodus einzuschalten, entweder durch langes Drücken der Taste am Modul oder durch Eingabe von Ctrl-K am Terminal-Programm.

Die Parameter der Einstellungen sind oben beschrieben, diese Schnittstelle hat folgende zusätzliche Einstellmöglichkeiten:

Datum/Uhrzeit: 01.01.12 15:46 neu:

Hier ist das aktuelle Datum und die aktuelle Uhrzeit einzugeben. Es ist nacheinander Tag, Monat, Jahr, Stunde und Minute mit zwei Ziffern und einmal Leerzeichen einzugeben. Bei Systemen mit Ethernet-Karte und eingeschalteter Zeitverteilung kann dieser Eingabe übersprungen werden, indem fünfmal ein Punkt . eingegeben wird. In neueren Versionen der Firmware wird dieser Punkt nicht mehr abgefragt.

Kennung: txp2-ab neu:

Als nächstes kann der Kennungsgeber-Text des Moduls eingegeben werden. Die Eingabe wird mit WR abgeschlossen,WR als erstes Zeichen wird ignoriert. Soll der alte Text beibehalten werden, ist ein Punkt . gefolgt von WR einzugeben. Bei externer Abfrage der Kennung wird vor dem eingegebenen Text automatisch ein WR und ZL eingefügt.

Kennwort: kennwort neu:

Auf gleiche Weise wie die Kennung wird danach das Kennwort für die Fernabfrage (siehe hier) eingegeben.

TODO: Hardware Handshake, Zeichensatz

Leitungsschnittstelle Analog (Modem V.21)

Konfiguration

Softwareseitige Einstellungen sind nur möglich, wenn ein Fernschreiber oder ein anderes Endgerät bereits angeschlossen und funktionsfähig ist. Ggf. ist die Konfiguration dieses Gerätes vorweg auszuführen.

In Grundstellung ist durch einen langen Tastendruck am Modul (rote LED leuchtet auf) gefolgt von einem kurzen Tastendruck am Modul der Konfigurationsmodus einzuschalten.

Ein erreichbares Endgerät wird aktiviert. Soll in einer Anlage mit mehreren Endgeräten nur eines genutzt werden, so sollten die Module der anderen Endgeräte vorher deaktiviert werden (mit Tastendruck am Modul, siehe Beschreibung zu den anderen Modulen).

Nach Aktivierung des Endgeräts werden dort die Einstell-Parameter dialogbasiert abgefragt. Es wird immer zunächst die vorhandene Einstellung ausgegeben („alt“) und danach die neue Einstellung abgefragt.

Die Bedeutungen der Parameter sind:

konfiguration leitungsschnittstelle analog version Datum

Versionsausgabe der Leitungsschnittstelle (keine Eingabe möglich).

anzahl klingelzeichen bis annahme: ist = 1 neu =

Wie viele Klingelzeichen sollen bis zur Verbindungsherstellung abgewartet werden.

amtswahl: ist = 0 neu =

„Vorwahl“ für die Anwahl der Amtsleitung.

pruefe: 0 ok.

Im Erfolgsfall (eingegebene Amtswahl ist noch nicht benutzt) kommt diese Ausgabe. Falls stattdessen gedruckt wird:

pruefe: 33 schon vergeben, andere waehlen

... wurde eine bereits verwendete Nummer eingegeben. Die Abfrage der Amtsvorwahl wird danach wiederholt. Hier sind auch einstellige Nummern möglich.

feste hauptstelle: ist = ja neu =

Bei der Eingabe von ja werden kommende Anrufe immer auf die gleiche Endstelle (Hauptstelle) geleitet. Bei nein werden kommende Anrufe die Endstelle geleitet, die zuletzt eine abgehende Verbindung nach außen hergestellt hat oder die bei einem Anruf ohne Nachwahlziffer angesprochen wurde. Parameter mit J oder N eingeben.

nummer der hauptstelle: ist = 31 neu =

Hier kann die Nummer der Hauptstelle eingegeben werden. Diese Abfrage kommt nur, wenn die vorherige Frage mit ja beantwortet wurde.

alternativ-suche bei besetzt: ist = ja neu =

Ist bei einer kommenden Verbindung die eigentlich vorgegebene Endstelle für die Anrufannahme nicht erreichbar, kann hier festgelegt werden, ob der Anruf auch auf eine andere Endstelle "umgeleitet" werden darf. Bei ja wird die numerisch nächste erreichbare Endstelle angewählt, bei nein und besetzter Hauptstelle würde kein Verbindungsaufbau zugelassen werden, der Anrufer bekäme das Besetztsignal.

kommende durchwahl zulassen: ist = ja neu =

Bei ja kann der Anrufende einer kommenden Verbindung bestimmte Endgeräte direkt anwählen. Welche Endgeräte dies sind, wird im folgenden Schritt festgelegt:

nebenstellen fuer durchwahlziffer...
  ... ist 1=43 2=12 3=32 neu: 1= 2= 3=
  ... ist 4=00 5=00 6=00 neu: 4= 5= 6=
  ... ist 7=00 8=00 9=00 neu: 7= 8= 9=

Dies sind die Durchwahlen der Endgeräte, die bei kommender Durchwahl angesprochen werden sollen (für die Nachwahlziffern 1 bis 9). Entsprechend des Beispiels würde bei Wahl der Nachwahlziffer 3 durch den kommenden Anrufer anstelle der gewöhnlichen Hauptstelle das Endgerät mit der Nebenstellennummer 32 angewählt, sofern diese vorhanden und frei ist. Beachten: die 3 ist Nachwahlziffer, die 32 (und 43 und 12) die interne Nebenstellen-Nummer! Die Nachwahlziffern 4 bis 9 werden bei dieser Einstellung wie "keine Nachwahlziffer" behandelt. Trotz Wahl einer Nachwahlziffer würde also die Hauptstelle den Anruf erhalten.

verzoegerung letzte ziffer - beginn kennton ...
... (x/10 sek): ist = 60 neu =

Bei ausgehenden Verbindungen wird nach kurzer Zeit (hier 6 Sekunden) nach der letzten gewählten Ziffer der Trägerton eingeschaltet. Dies beschleunigt ggf. den Verbindungsaufbau.

Die folgenden Einstellungen werden nur für Abgleich von besonders „ungewöhnlichen“ Leitungsanschlüssen benötigt. Im Regelfall kann bei die folgende Abfrage abgebrochen werden, indem am Fernschreiber bzw. Fernschaltgerät die Schlusstaste gedrückt wird. Den Sinn der Parameter erschließt sich aus dem folgenden Abschnitt.

wahlziffern fuer justierung. mit + liste beenden.
ist = 5+ neu =

Diese Ziffernfolge wird gewählt, wenn der Justiermodus gestartet wird. Es sollte entweder eine verkürzte Ziffernfolge eingegeben werden, die zu keiner Verbindung führt oder die Rufnummer eines eigenen Telefons, damit die Gegenstelle nach Verbindungsaufbau "still" ist. Die Ziffernfolge ist mit einem Pluszeichen zu beenden.

justierung verzoegerung abheben - erste ziffer ...
... (x/10 sek): ist = 8 neu =

Bei der Justierung wird nicht auf den Wählton gewartet, sondern nach der eingegebenen Verzögerung sofort gewählt.

justierung verzoegerung auflegen - abheben nach taste ...
... (x/10 sek): ist = 12 neu =

Falls bei laufendem Justiervorgang die Vermittlung die Verbindung trennt, kann durch kurzen Tastendruck die Wahl neu erfolgen. Die Dauer des "Aufgelegt-Seins" wird über diesen Parameter eingestellt.

fertig +++

Die Konfiguration ist abgeschlossen. Die Konfiguration wird nichtflüchtig gespeichert, d. h. bleibt auch bei Netzausfall erhalten!

Leitungsabgleich

Im Regelfall ist kein Abgleich erforderlich. Sollten regelmäßig Verbindungsprobleme auftreten, so kann durch Einbau eines Potenziometers ein Abgleich erfolgen.

Durch die nur mit zwei Drähten ausgeführte Verbindungsleitung zur Vermittlung ergibt sich das Problem, dass das von der Leitungsschnittstelle gesendete Signal auch gleich wieder empfangen wird. Um dies zu kompensieren wird der Empfangseinheit der Leitungsschnittstelle das Sendesignal negativ verstärkt hinzugefügt. Den Grad der negativen Verstärkung kann man mit dem Potenziometer einstellen. Ziel ist es also, durch die richtige Einstellung des Potenziometers den Einfluss des Sendesignals auf das Empfangssignal möglichst gering zu machen, somit das Verhältnis des Empfangssignals (Nutzsignals) zum Sendesignal (Störsignal) zu optimieren.

Die Justierung erfolgt daher durch Herstellen einer Verbindung zu einer möglichst stillen Gegenstelle. Dies kann ein "richtiger" Anschluss sein oder die Vermittlung, die auf weitere Wahlziffern wartet.

Die Parameter für diesen Verbindungsaufbau wurden im oben beschriebenen Konfigurationsdialog eingegeben. Nachdem dies erledigt ist, ist an die Klinkenbuchse ein gewöhnlicher Kopfhörer anzuschließen. Danach ist am Modul zwei Mal die Taste mindestens eine Sekunde lang zu drücken. Nach dem ersten langen Tastendruck leuchtet die rote LED auf (Einstellungsmodus allgemein aktiviert), nach dem zweiten Tastendruck wird der Abgleich-Modus gestartet.

Daraufhin wird die Verbindung zur „stillen Gegenstelle“ aufgebaut, in dem die bei „wahlziffern fuer justierung“ eingegebene Rufnummer gewählt wird. Wurde ein eigener Anschluss (z.B. die „normale“ Telefonnummer) eingestellt, so sollte jetzt dieser Anschluss klingeln. Durch Annahme des Rufs (Hörer abheben) wird die Verbindung hergestellt. Im Hörer sollte nun das Sendesignal zu hören sein.

Wurde eine nicht existente Nummer eingegeben, ist entweder Stille auf der Leitung (wenn die Vermittlung auf weitere Ziffern wartet) oder ein Hinweissignal zeigt die „falsche“ Nummer an.

Mit dem Potenziometer ist der Ton auf dem linken Kanal des angeschlossenen Kopfhörers auf möglichst leise abzustimmen. Das Sendesignal ist auf dem rechten Kanal des Kopfhörers zu hören, dieses kann durch das Potenziometer nicht beeinflusst werden.

Sollte die Verbindung abbrechen, kann sie durch kurzen Tastendruck wiederaufgebaut werden. Falls ein eigener Anschluss als Gegenstelle eingegeben wurde, ist bei diesem vorher aufzulegen. Nach dem Tastendruck beendet die Leitungsschnittstelle die Verbindung, indem quasi „aufgelegt“ wird. Nach der einstellbaren Zeit (Eingabewert „justierung verzoegerung auflegen – abheben“) wird wieder das „Amt“ gerufen und der „Justieranschluss“ nach kurzer Verzögerung erneut angewählt (Eingabewert „justierung verzoegerung abheben - erste ziffer“).

Mit einem mindestens eine Sekunde langen Tastendruck wird der Abgleichbetrieb beendet. Dann beendet die Leitungsschnittstelle die Verbindung.

Benutzung

Dieses Kapitel ist die eigentliche Benutzungsanleitung und daher für die „tägliche“ Verwendung relevant.

Das generelle Prozedere beim Verbindungsaufbau und bei hergestellter Verbindung ist nicht spezifisch für das i-Telex und ist daher bei Ablauf einer Verbindung beschrieben.

Die folgenden Abschnitte beschreiben daher nur Besonderheiten.

Beim Wählen bitte berücksichtigen, ob bei der Einstellung eine „automatische Vorwahl“ vorgesehen wurde.

Tastaturwahl

Die Schnittstelle TW39 kann, die Schnittstelle ED1000 und V.21 arbeitet immer mit der sogenannten Tastaturwahl.

Nach Betätigen der Anruftaste springt der Fernschreiber sofort an, die Rufnummer wird nicht per Wählscheibe sondern über die normalen Zifferntasten des Fernschreibers gewählt. Es sollte vor der ersten Ziffer auch die Ziffern-Umschaltung bedient werden.

Wird beim Wählen ein ? gedruckt, dann wurden ungültige Zeichen eingegeben, ggf. wurde vergessen die Ziffern-Umschaltung-Taste zu drücken. Das Eingeben von WR, ZL oder Leer beeinflusst die Wahl nicht.

Die erfolgreiche Verbindungsaufnahme wird durch automatisches Abrufen der Kennungsgeber-Abfrage "Werda" des gerufenen Anschlusses angezeigt.

Die Eingabe eines + ist nicht erforderlich.

Lokalbetrieb

Für angeschlossene Fernschreiber, deren Fernschaltgerät keinen Lokalbetrieb unterstützt, kann der Fernschreiber auch ohne Verbindung zu einem zweiten Fernschreiber in Betrieb gesetzt werden, beispielsweise um Lochstreifen herzustellen oder abzudrucken. Diese Funktion ist nicht in der „Basis-Version“ der TW39 verfügbar.

Dazu ist gemäß der obigen Abschnitte ein Wählvorgang einzuleiten und entweder

Damit wird ein Lokalbetrieb aktiviert. Der Fernschreiber druckt ggf. oc, danach kann beliebig geschrieben werden, bis der Lokalbetrieb mit der Schluss-Taste beendet wird.

Deaktivierung

Mit der Taste am Modul kann der Fernschreiber deaktiviert werden. Mit dem ersten kurzen Tastendruck leuchtet die blaue LED dauernd. Daraufhin können weder ankommende noch abgehende Verbindungen über diesen Fernschreiber laufen.

Nach erneutem kurzem Tastendruck blinkt die blaue LED. Daraufhin sind ankommende Verbindungen gesperrt, abgehend kann aber gewählt werden.

Nach wiederum kurzem Tastendruck ist die blaue LED wieder aus, die Sperren sind gelöscht.

Die Sperre für kommende Rufe kann auch durch Wahl einer fiktiven „Sperr-Nebenstelle“ erfolgen. Die „Nummer“ dieser (nicht existenten) Nebenstelle wird in der Konfiguration festgelegt (siehe hier). Wird diese Nummer wie eine normale Nebenstelle gewählt und existiert diese nicht, wird der Fernschreiber für kommende Verbindungen gesperrt. Direkt am Fernschreiber ist dies nicht erkennbar, aber am Modul blinkt die blaue LED. Wird später erneut die Anschalttaste gedrückt und eine Verbindung aufgebaut oder mit der Schlusstaste abgebrochen, ist der Fernschreiber wieder erreichbar (die blaue LED ist wieder aus).

Bei Herstellen einer abgehenden Verbindung wird eine Sperre für kommende Rufe (blaue LED blinkt) automatisch gelöscht. Diese kann wieder gesetzt werden durch Anwahl der eingestellten Sperr-Nummer oder durch zweimaliges kurzes Drücken der Taste am Modul.

Hinweis: Falls in den Einstellungen der Taste am Modul eine "Sonderfunktion" (siehe Einstellung Tastenfunktion) gewählt wurde, ist die Deaktivierung per Taste nicht möglich, per Wahl der „Sperr-Nummer“ allerdings schon.

Zeitsperre

Ähnlich der Kommend-Sperre wirkt die Zeitsperre. Auch diese ist nicht am Fernschreiber sichtbar, sondern nur an den Anzeigen des Schnittstellenmoduls. Falls während der Sperrzeiten doch ein Anruf ankommen soll, kann die Sperre für 10 Minuten deaktiviert werden, indem entweder die Taste am Modul gedrückt wird oder eine ausgehende Verbindung eingeleitet wird (dafür genügt das Drücken der Anruftaste und sofortiges Beenden). Während eine Sperrzeit aktiv ist, blinkt die blaue LED am Modul langsam (eine Sekunde ein, eine Sekunde aus). Eine außerhalb der Sperrzeit gesetzte Anrufsperre (Drücken der Taste am Modul) wirkt unabhängig von der Zeitsperre und wird durch mittelschnelles Blinken der blauen LED angezeigt (0,5 Sekunden ein, 0,5 Sekunden aus). Die Zeiten für die Sperre sind in der Konfiguration vorzugeben.

Besonderheiten einzelner Module bei der Bedienung

Stromschleifen-Schnittstelle - Bedienung

Eine Verbindung ist durch Drücken der Break-Taste oder bei Maschinen mit Zeitschalter durch Drücken der Buchstaben-Umschaltung (Bu oder A…) einzuschalten. Danach läuft die eigene Maschine an und druckt nach kurzer Verzögerung die Wahlaufforderung (im Regelfall ga).

Es ist mit den Zifferntasten zu wählen. Zuerst die Ziffern-Umschalttaste drücken. Die Schluss-Taste ist die Break-Taste.

Wenn die gerufene Stelle frei ist, läuft diese an und die Verbindung ist hergestellt, der eigene Fernschreiber druckt die Verbindungsbestätigung (im Regelfall con). Falls die Gegenstelle sofort mit Schreiben beginnt (z. B. das Datum bei angerufenen i-Telex-Stationen), dann wird ggf. das con nicht vollständig ausgedruckt.

Wenn die gerufene Stelle besetzt ist, druckt der Fernschreiber die Ende-Kennung (im Regelfall nnnn). Bei vorhandenem Zeitschalter schaltet dieser den Fernschreiber-Motor nach kurzer Zeit aus, bei zusätzlicher Motor-Steuerung geht der Motor sofort selbst wieder aus.

Eine bestehende Verbindung ist durch Drücken der Break-Taste oder durch Drücken der Taste am Schnittstellenmodul zu beenden. Nach Loslassen der Break-Taste druckt der eigene Fernschreiber noch die Ende-Kennung (im Regelfall nnnn). Ein Verbindungsabbruch durch die Gegenstelle wird auch durch die Ausgabe der Ende-Kennung angezeigt.

Serielle Schnittstelle - Bedienung

Wählen und Verbindungsabbau

Eine Verbindung ist durch den Code Ctrl-A (Wahlweise auch ESC A) aufzubauen. Der weitere Verbindungsaufbau erfolgt dialoggesteuert. Danach kann mit der Wahl begonnen werden.

Wenn die gerufene Nebenstelle frei ist, läuft diese an und die Verbindung ist hergestellt. Wenn die gerufene Nebenstelle besetzt ist, wird eine entsprechende Meldung ausgegeben.

Ist die Verbindungsaufnahme zum gerufenen i-Telex nicht erfolgreich, passiert nichts. Der Verbindungsversuch ist Senden von Ctrl-S (oder ESC S) zu beenden.

Die erfolgreiche Verbindungsaufnahme wird durch entsprechende Meldung angezeigt.

Die Verbindung ist durch Senden von Ctrl-S (oder ESC S) zu beenden. Ein Verbindungsabbruch durch die Gegenstelle wird durch eine entsprechende Meldung angezeigt.

Wagenrücklauf und Zeilenvorschub werden durch die Return-Taste gemeinsam ausgelöst.

Weitere Sondertasten sind vorhanden:

  • Ctrl-N: Buchstabenumschaltung
  • Ctrl-O: Ziffernumschaltung
  • Ctrl-G: Klingel (ältere Systeme Ctrl-K)
  • Ctrl-W: Kennungsgeber-Abfrage (Werda?)
  • Ctrl-I (Buchstabe i): Ausgabe der eigenen Kennung (Hier ist)

Anruf-Speicher

Alle eingehenden Nachrichten werden im Speicher abgelegt und gleichzeitig über die serielle Schnittstelle ausgegeben.

Sobald eine Nachricht im Speicher vorliegt, blinkt die grüne LED.

Die Wiedergabe des Speichers ist in zwei Varianten möglich:

Lokale Abfrage: Über die serielle Schnittstelle ist Ctrl-Q (oder ESC Q) einzugeben. Damit ist die Wiedergabe gestartet.

Fernabfrage: Nach Anruf der Schnittstelle ist der Kennungsgeber abzufragen (Werda). Nach Kennungsausgabe ist das Kennwort einzugeben und mit Wagenrücklauf abzuschließen. Ein Wagenrücklauf vor dem ersten Zeichen wird ignoriert. Umschaltungen Buchstaben / Ziffern werden hinsichtlich der Bedeutung der Baudot-Codes ausgewertet, bewirken aber sonst keine "Verfälschung" des Kennworts. Im Auslieferungszustand lautet das Kennwort "kennwort" (ohne Anführungsstriche). Wurde das Kennwort richtig eingegeben, startet die Wiedergabe. Wenn nicht passiert gar nichts. Dann sollte mit WR ZL und erneutem WerDa das richtige Kennwort versucht werden.

Jede wiedergegebene Meldung wird mit Datum und Uhrzeit des Empfangs eingeleitet.

Am Ende einer Meldung wird folgender Text ausgegeben:

loeschen / naechste / ende

Die Steuerung des weiteren Ablaufs erfolgt durch Eingabe von Buchstaben. Falsche Buchstaben, Ziffern, Buchstaben- und Ziffernumschaltung, Zeichen und Steuercodes werden ignoriert.

Mit Taste L wird die gerade gelesene Meldung gelöscht und die nächste Meldung ausgegeben. Mit Taste N wird die nächste Meldung ausgegeben, ohne die gerade gelesene zu löschen (d. h. bei der nächsten Wiedergabe wird die Meldung erneut ausgegeben). Mit Taste E wird die Wiedergabe beendet, ebenfalls ohne die letzte Meldung zu löschen.

Diese Kommandos können auch eingegeben werden, während die Textausgabe eine kurze Pause macht.

Folgt nach einer ausgegebenen Meldung oder Löschung einer Meldung keine nächste Meldung mehr, dann wird der Text

--- ende meldungen +++

ausgegeben. Die Verbindung kann getrennt werden oder die Wiedergabe neu gestartet werden.

Für die Aufzeichnung des Datums der Meldungen läuft in diesem Modul eine Uhr mit. Die Uhr ist im Konfigurationsmenü zu stellen. Nach einem Stromausfall oder einem anders bedingten Reset des Moduls ist die Uhr ggf. neu zu stellen. Datum und Stunde der laufenden Uhr wird zwar in einem nicht flüchtigen Speicher abgelegt, aber nicht Minute und Sekunde. Somit wird die interne Uhr nach einem Reset oder Stromausfall auf das Datum und die Stunde gestellt, die zum Zeitpunkt des Stromausfalls bzw. Reset gültig war. Die Minute und Sekunde gehen verloren.

Bei Systemen mit Ethernet-Karte ab Version 706 wird im Regelfall aber die Uhr selbsttätig gestellt, dann wird die Abfrage der Uhrzeit bei der Konfiguration auch übersprungen.

Zeichensatz

TODO

Hellschreiber - Bedienung

Bei kommenden Verbindungen ist zu beachten, dass die Einschaltung des Hellschreibers infolge des Aufheizens der Röhren etwa 15 Sekunden dauert. Dies bedingt, dass die Ethernet-Karte mindestens die Version XXX besitzen muss, damit diese nicht vorzeitig einen Verbindungsabbruch auslöst.

Da der Hellschreiber ohne Fernschaltgerät betrieben wird, ist grundsätzlich das Verfahren der Tastaturwahl anzuwenden.

Die folgende Beschreibung stüzt sich auf den Hellschreiber Typ "T.typ.72" bzw. "T.typ.73" von Siemens.

Für gehende Verbindungen ist der Hellschreiber einzuschalten (linke Metalltaste). Dann ist abzuwarten, bis das Gerät betriebsbereit ist (beide Kontrolllampen leuchten). Auf dem Papierstreifen werden zwei Pfeile gedruckt, dies kennzeichnet die Wahlbereitschaft. Die gewünschte Nummer ist mit den Zifferntasten zu wählen. Der erfolgreiche Verbindungsaufbau wird durch eine Raute gemeldet.

Da der Hellschreiber keine Tasten für Wagenrücklauf und Zeilenvorschub besitzt, werden diese automatisch eingefügt. Dies erfolgt bei der Eingabe eines Leerzeichens ab der 55. Position in der Zeile und auf jeden Fall bei der 68. Position (Neue-Zeile-Automatik).

Sonderfunktionen sind durch kurzes Drücken der Dauerton-Taste (rechte Metalltaste) und (nach Loslassen) einer Buchstabentaste aufrufbar:

  • K für Klingel
  • W für WerDa
  • H oder I für "Hier ist" (eigene Kennung)
  • N für Neue Zeile (Wagenrücklauf + Zeilenvorschub)
  • S für Ausschaltung der Neue-Zeile-Automatik ("Streifenschreiber")
  • B für Einschaltung der Neue-Zeile-Automatik ("Blattschreiber")

Zum Trennen der Verbindung ist die Ausschalttaste zu drücken (mittlere Metalltaste).

Wenn die Verbindung durch die Gegenseite getrennt wird, dann wird der Hellschreiber durch ein Dauerton-Signal von etwa 6 Sekunden Dauer abgeschaltet. Dieser Dauerton führt auch dazu, dass ein etwa 10 cm langer Streifen mit einem breiten schwarzen Streifen bedruckt wird.

Leitungsschnittstelle Analog - Bedienung

Mit einem kurzen Tastendruck kann die Schnittstelle deaktiviert werden (Funktionssperre, Modul abgeschaltet). Die Wiedereinschaltung erfolgt wieder durch kurzen Tastendruck.

Die weitere Bedienung erfolgt nur über die angeschlossenen Endgeräte.

Mess- und Prüfgerät

Das TW39-Modul (d.h. eine Hälfte der TW39-Platine) oder auch die neue Stromversorgungs-Karte kann mit einem speziellen Mikrocontroller betrieben werden, welcher Test- und Messfunktionen zur Verfügung stellt. Die Hardware-Schnittstelle des TW39-Moduls ist dann funktionslos.

Die Mess- und Prüffunktionen sind als „Endgerät-Simulationen“ unter den Durchwahlen 80 bis 83 erreichbar.


Messempfänger

Das Messgerät wird mit Durchwahl 80 erreicht.

Es wartet auf den Empfang von Fernschreibzeichen. Ist über mehrere Sekunden kein Empfang, so werden die Zeitpunkte der Mark/Space-Wechsel der empfangenen Fernschreibzeichen ausgegeben. Je Fernschreibzeichen wird eine Zeile ausgegeben, die Zahlenangaben sind in der Einheit Millisekunden zu verstehen und sind alle bezogen auf die fallende (erste) Flanke des Startbits. Der letzte Wert ist die Gesamtdauer bis zum nächsten Startbit, 250 bei mehr als 0,25 Sekunden Zeichenfolge-Abstand und 255 am Ende der Messung. Die jeweiligen Bit-Längen können durch Subtraktion des gedruckten Wertes vom vorherigen errechnet werden.

Im Idealfall sind die gedruckten Zahlen vielfache von 20, mit Ausnahme der letzten Zahl, diese sollte 150 oder mehr sein (gültig für 50 Baud).

Beispiel für ein gesendetes Bu R RRR Y (die Lücken kennzeichnen Pausen beim Eintasten):

Muster-Ausgabe des Messempfängers
Druck Erläuterung
s 20 m 150 Buchstaben-Umschaltung, bestehend aus:
20 ms Startbit (space)
130 ms Datenbits + Stoppbit (mark)
s 40 m 60 s 80 m 100 s 120 m 250 Zeichen „r“, bestehend aus
40 ms Startbit+1. Datenbit (space)
20 ms 2. Datenbit (mark)
20 ms 3. Datenbit (space)
20 ms 4. Datenbit (mark)
20 ms 5. Datenbit (space)
130 ms Stoppbit (mark) [wegen Pause]
s 40 m 60 s 80 m 100 s 120 m 150 Zeichen „r” wie vor, jedoch nur 30 ms Stoppbit (mark)
s 40 m 60 s 82 m 98 s 120 m 150 Zeichen „r” wie vor,
jedoch verkürztes 4. Datenbit (16 ms statt 20 ms),
ent­sprechend verlängerte 3. und 5. Datenbits (je 22 ms)
s 40 m 60 s 80 m 100 s 120 m 250 Zeichen „r” wieder ohne Verzerrung und mit langem Stoppbit
s 20 m 40 s 60 m 80 s 100 m 255 Zeichen „y“, bestehend aus
20 ms Startbit (space)
20 ms 1. Datenbit (mark)
20 ms 2. Datenbit (space)
20 ms 3. Datenbit (mark)
20 ms 4. Datenbit (space)
>150 ms 5. Datenbit + Stoppbit (mark) + Schreibpause
ende Ende der Messung

Anmerkung: Das Stoppbit hat nur dann die Länge von 30 ms (somit Gesamtlänge eines Zeichens 150 ms), wenn mit maximaler Geschwindigkeit (z. B. Dauertaste) gesendet wurde.

Folgende Grafik verdeutlicht die Angaben aus dem Beispiel:

Beispiel Messung Fernschreibsignal

Die gelb markierten Werte kennzeichnen die charakteristischen Veränderungen durch Verzerrungen. Die Zahlenwerte in der Zeile „Messung“ sind diejenigen, die durch die Messfunktion am Fernschreiber ausgedruckt werden.

Bevor die Funktion Messempfänger sinnvoll verwendet werden kann, sollte das Drucken von Texten im Wesentlichen funktionieren.

Gängige Fehler und dessen Auswirkungen auf das Messergebnis sind:

  1. Alle Werte proportional zu groß: Motor läuft zu langsam
  2. Alle Werte proportional zu klein: Motor läuft zu schnell
  3. Alle Wechsel von m zu s passen, von s zu m sind die Messwerte zu groß: Induktivitäten in der Schleife verzögern den Stromanstieg mehr als zulässig.
  4. Alle Wechsel von m zu s passen, von s zu m sind die Messwerte zu klein: Kapazitäten an den Sendekontakten verzögern die Abschaltung des Schleifenstroms mehr als zulässig.
  5. Einzelne Werte weichen von den Normwerten ab: Sendekontakte sind verschmutzt oder dejustiert.

Prüfsender

Der Prüfsender, erreichbar unter Durchwahl 81, sendet ryryry-Texte mit definierter Verzerrung. Die Art der Verzerrung wird durch einzugebende Kennziffer bestimmt. Durch Eingabe von ? kann ein Hilfetext ausgegeben werden. Die Verzerrung wird abhängig von der gewählten Funktion in Millisekunden-Schritten selbsttätig variiert.

Die folgende Tabelle verdeutlicht die generierten Verzerrungen: Alle Zeitangaben beziehen sich auf die Länge des Bits; Angaben in Millisekunden, verzerrte Werte sind Fett dargestellt:

Verzerrungen des Prüfsenders
Funktion/Zerrgrad Startbit Bit 1 Bit 2 Bit 3 Bit 4 Bit 5 Stoppbit Gesamt
0 20 20 20 20 20 20 30 150
1/-10 20 10 30 20 20 20 30 150
1/+10 20 30 10 20 20 20 30 150
2/-10 20 20 10 30 20 20 30 150
2/+10 20 20 30 10 20 20 30 150
3/-10 20 20 20 10 30 20 30 150
3/+10 20 20 20 30 10 20 30 150
4/-10 20 20 20 20 10 30 30 150
4/+10 20 20 20 20 30 10 30 150
5/-10 20 20 20 20 20 10 40 150
5/+10 20 20 20 20 20 30 20 150
6/-10 10 20 20 20 20 20 40 150
6/+10 30 20 20 20 20 20 30 160
7/-10 20 20 20 20 20 20 20 140
7/+10 20 20 20 20 20 20 40 160
8/-10 18 18 18 18 18 18 27 135
8/+10 22 22 22 22 22 22 33 165
9 r/-10 15 30 10 30 10 30 25 150
9 y/-10 25 10 30 10 30 10 35 150
9 r/+10 25 10 30 10 30 10 35 150
9 y/+10 15 30 10 30 10 30 25 150

Die Zeilen für Funktion „9“ sind je nach gesendetem Zeichen („r“ oder „y“) unterschiedlich, da bei dieser Funktion Mark-Bits symmetrisch verlängert und Space-Bits symmetrisch verkürzt werden (bei Plus-Verzerrung).

Bildlocher

Der Bildlocher, erreichbar unter Durchwahl 82, wiederholt eingegebene Zeichen derart, dass bei eingeschaltetem Lochstreifenstanzer auf dem Lochstreifen der Text als Lochmuster lesbar ist.

Der Text ist einzugeben, die Ausgabe der Lochmuster beginnt wenige Sekunden nach Eingabe des letzten Zeichens. Bei manchen Telex-Maschinen (z. B. Siemens T68) ist das Ergebnis unbefriedigend, weil diese Maschinen ggf. den „Code 32“ (außer Transportloch keine Lochstanzung) unterdrücken und somit die Zwischenräume zwischen den Lochungen fehlen.

Rückruf-Automat

Nach Anwahl dieser Einrichtung, erreichbar unter Durchwahl 83, ist der Kennungsgeber durch die Taste Werda abzufragen. Nach Ausgabe der Kennung ist ein Kennwort einzugeben und mit WR abzuschließen.

Sofern das richtige Kennwort eingegeben wurde, wird im Dialogverfahren nach einer Rufnummer und einem kurzen Text gefragt.

Momentan kann das Kennwort noch nicht durch den Anwender verändert werden, es lautet im Regelfall kennwort

Nach Verbindungsabbau wird die Rufnummer angerufen und sofort nach Verbindungsaufbau der eingegebene Text wiederholt. Danach wird die Verbindung auch sofort wieder abgebaut.

Anzeigen der Module

Modul Stromversorgung

  • Anzeige der Betriebsspannungen durch grüne LED
  • Anzeige der Bus-Kommunikation (TWI-Bus) durch Flackern der gelben LED

Geräte-Schnittstellen - Anzeigen

Die Anzeigen der TW39-Schnittstelle, der Einfachstromschnittstelle der ED1000-Schnittstelle, der V.21-Schnittstelle und auch der Seriellen Schnittstelle sind prinzipiell gleich bzw. ähnlich und daher hier zusammengefasst.

Als Kontrolle der Funktionsfähigkeit der LED leuchten die LED nach Anlegen der Betriebsspannung nacheinander wie ein "Lauflicht" auf. Der Vorgang sollte etwa eine Sekunde dauern.

Anzeigen der Geräte-Schnittstellen


LED aus
LED an
LED blinkend bzw. flackernd
◌   ◌   ◌    Grundstellung
●   ◌   ◌    Konfigurationsmodus gestartet
◍   ◌   ◌    noch keine gültige Nebenstellennummer eingegeben (oder Nummer doppelt vergeben)
◌   ◌   ◌    Funktionssperre (kurzer Tastendruck)
◌   ◌   ◌    Anrufsperre kommend (kurzer Tastendruck oder Zeitsperre)
◌   ●   ◍    abgehende Verbindung eingeleitet oder aufgebaut
grün: Sendesignal
blau: Empfangssignal
●   ●   ◌    Funktionssperre, da nicht gewählt wurde (kann auch eine Leitungsunterbrechung zwischen Fernschaltgerät und Fernschreiber sein)
●   ◌   ●    Ankommender Ruf: Maschine wird eingeschaltet
◌   ◍   ●    Ankommende Verbindung hergestellt
gelb: Sendesignal
blau: Empfangssignal
●   ◌   ◌    Funktionssperre, da Maschine nicht auf einen kommenden Ruf reagiert hat
◌   ◌   ◍    Nachricht ist gespeichert (nur bei serieller Schnittstelle)

Leitungsschnittstelle Analog - Anzeigen

Als Kontrolle der Funktionsfähigkeit der LED leuchten die LED nach Anlegen der Betriebsspannung nacheinander wie ein "Lauflicht" auf. Der Vorgang sollte etwa eine Sekunde dauern.

Anzeigen des Moduls Leitungsschnittstelle Analog (Modem)


LED aus
LED an
LED blinkend bzw. flackernd
◌   ◌   ◌    Grundstellung
◍   ●   ◍    Wahlzustand abgehend
rot: Wählton vorhanden
grün: sende DTMF-Zeichen
blau: Trägerton wird empfangen
◍   ●   ◍    Abgehende Verbindung
rot: schlechte Verbindung
grün: Sendesignal
blau: Empfangssignal
◌   ◌   ◌    Funktionssperre (kurzer Tastendruck)
◌   ◌   ◌    Anrufsperre kommend (kurzer Tastendruck)
●   ◌   ●    Anruf (klingeln)
◌   ◌   ●    Anruf (Klingelpause)
●   ◌   ◌    Telefonat laufend (Funktionssperre)
●   ◌   ●    Mithören eines Anrufs (bei angeschlossenem Telefon)
blau: Trägerempfang
◍   ◍   ●    Ankommende Verbindung hergestellt
rot: schlechte Verbindung
grün: Sendesignal
blau: Empfangssignal
●   ◌   ◌    Konfigurationsmodus gestartet

Sonderfunktionen

Anrufsignalisierung

Elektronische Fernschreiber, wie der T1000 oder der T1000S haben eine unter heutigen Gesichtspunkten hohe Stromaufnahme auch im Bereitschaftszustand, verbunden mit entsprechender Verlustwärme.

Daher wurde eine zusätzliche Möglichkeit geschaffen, diese Geräte erst im "Bedarfsfall" mit Netzstrom zu versorgen.

Die Schnittstellen ED1000 und TW39plus sind entsprechend vorbereitet, als Firmware ist mindestens Version 434 zu verwenden.

Der Anwender muss den Schaltausgang dieser Module geeignet mit einem zugelassenen schaltbaren Zwischenstecker verbinden.

Abhängig von der Hochlaufzeit des Fernschreibers sollte in der Konfiguration der Schnittstelle der Parameter Maximale Hochlaufzeit angepasst werden.

Der Schaltausgang befindet sich auf folgenden Anschlüssen:

  • TW39plus: Atmel-Controller Port B5 Pin 19 oder Programmier-Pfostenbuchse SV6 / SV12 Pin 7
  • ED1000: Atmel-Controller Port C2 Pin 25 (leider kein Anschluss auf Programmier-Pfostenbuchse verwendbar)

Der Schaltausgang ist im Ruhezustand auf Low-Pegel (0V) und wechselt zur Aktivierung des Fernschreibers auf High-Pegel (5V). Der Ausgang darf mit maximal 20 mA belastet werden.

Der Schaltausgang wird aktiviert, wenn eines der folgenden Ereignisse eintritt:

  • ein kommender Anruf erreicht die Schnittstelle
  • vom Fernschreiber wird eine abgehende Verbindung eingeleitet
  • durch langen Tastendruck am Modul wird der Konfigurationsmodus gestartet.
  • die "externe Taste" wird bedient (siehe unten)
  • die Taste der TW39-Platine bzw. ED1000-Platine wird gedrückt, dies wirkt aber nur, wenn bei Einstellung Tastenfunktion der Wert 2 eingestellt ist.

Der Schaltausgang bleibt nach diesen Ereignissen für eine Minute aktiv. Sofern der Fernschreiber tatsächlich einschaltet, wird die Zeit verlängert bis eine Minute nachdem der Fernschreiber wieder abschaltet hat. Es kann also somit ein zweiter abgehender Anruf ohne erneute Tastenbedienung eingeleitet werden.

Hinweis: Der im Fernschreiber "eingebaute" Lokalbetrieb sollte bei Verwendung des Schaltausgangs nicht benutzt werden, da der Lokalbetrieb von der Schnittstellenkarte nicht erkannt werden kann und somit der Fernschreiber ggf. nach einer Minute unerwartet abschaltet. Es kann ersatzweise der simulierte Lokalbetrieb benutzt werden.

Falls das Starten des Fernschreibers für abgehende Anrufe oder für den simulierten Lokalbetrieb durch einen zusätzlichen Taster erfolgen soll, kann dieser wie folgt angeschlossen werden:

  • TW39plus: Atmel-Controller Port B4 Pin 18 oder Programmier-Pfostenbuchse SV6 / SV12 Pin 9
  • ED1000: Atmel-Controller Port C3 Pin 26 (leider kein Anschluss auf Programmier-Pfostenbuchse verwendbar)
  • Der Taster muss gegen Masse schalten

Deaktivierung

Falls eine Schnittstelle dauerhaft deaktiviert werden soll (beispielsweise weil kein Fernschreiber angeschlossen ist), dann kann man entweder

  • den Prozessor aus dem Sockel ziehen oder
  • mit einem Brückenstecker ("Jumper") die Pins 5 und 6 des Programmiersteckers überbrücken.

Durch den Brückenstecker wird der Prozessor dauerhaft resettet und bleibt dadurch inaktiv.

Firmware-Varianten

Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die verfügbaren Firmware / Software-Varianten der Schnittstellenkarten. Falls eine zusätzliche Variante gewünscht ist, bitte im Forum fragen. Meist ist eine weitere Variante mit wenig Arbeit ableitbar.

Firmware-Bezeichnung Für Platine Prozessor Hinweis
itlx_LeitungAnalog2 LeitungAnalog 168 Standard-Version
itlx_ED1000 ED1000 ab Version 1.20 168 Standard-Version
itlx_ED1000-100Bd ED1000 ab Version 1.20 168 Für 100 Baud Fernschreiber
itlx_ED1000-75Bd ED1000 ab Version 1.20 168 Für 75 Baud Fernschreiber
itlx_ED1000-PROTO ED1000 bis Version 1.10 168 Prototyp-Platine
itlx_V21 ED1000 ab V1.20 168 Veränderte Frequenzen für V.21-Schnittstelle, nur unter Idealbedingungen funktionsfähig
itlx_FsV21-aufLA21 LeitungAnalog mit reduzierter Bestückung 168 Standard-Version
itlx_FsV21-aufLA21-EN LeitungAnalog mit reduzierter Bestückung 168 Englische Menütexte
itlx_FsV21-aufLA21-US45 LeitungAnalog mit reduzierter Bestückung 168 Englische Menütexte, 45 Baud
itlx_HellschrKomm2 Seriell+Spezial ab Version 2.00 mit Zusatzbestückung, siehe Hellschreiber Schnittstelle Bauanleitung 168 Anschluss eines Hellschreibers T.typ.72 oder T.typ.73, Teil für Kommunikations-Prozessor
itlx_HellschrSignal Seriell+Spezial mit Zusatzbestückung 168 Anschluss eines Hellschreibers T.typ.72 oder T.typ.73, Teil für Signalprozessor
itlx_Messgeraet TW39 oder Stromversorgung 168 Standard-Version
itlx_Messgeraet-75BD TW39 oder Stromversorgung 168 75 Baud
itlx_Messgeraet-plED ED1000 168 Standard-Version
itlx_Messgeraet-US45 TW39 oder Stromversorgung 168 45 Baud, Englische Texte
itlx_OhneFSG TW39 oder Stromschleife 168 Für Fernschreiber ohne Fernschaltgerät, Standard-Version (Achtung: hoher Stromverbrauch, Fernschreiber muss einen "Zeitschalter" besitzen)
itlx_OhneFSG-EN TW39 oder Stromschleife 168 Für Fernschreiber ohne Fernschaltgerät, Englische Texte (Achtung: hoher Stromverbrauch, Fernschreiber muss einen "Zeitschalter" besitzen)
itlx_OhneFSG-US45 TW39 oder Stromschleife 168 Für Fernschreiber ohne Fernschaltgerät, 45 Baud, Englische Texte (Achtung: hoher Stromverbrauch, Fernschreiber muss einen "Zeitschalter" besitzen)
itlx_SeriellUndSpeicher... Seriell+Spezial bis Version 1.50 168 siehe folgende Tabelle der Feature-Varianten
itlx_SeriellUndSpeicher2... Seriell+Spezial ab Version 2.00 168 siehe folgende Tabelle der Feature-Varianten
itlx_TW39 TW39 ab Version 1.30 oder Stromschleife 8 Standard-Version
itlx_TW39-PL10 TW39 bis Version 1.20 8 für Prototyp-Platinen
itlx_TW39-US45 TW39 ab Version 1.30 oder Stromschleife 8 45 Baud, Englische Texte
itlx_TW39plus TW39 ab Version 1.30 oder Stromschleife 168 Standard-Version
itlx_TW39plus-100Bd TW39 ab Version 1.30 oder Stromschleife 168 100 Baud
itlx_TW39plus-75Bd TW39 ab Version 1.30 oder Stromschleife 168 75 Baud
itlx_TW39plus-DOPAUS TW39 ab Version 1.31 oder Stromschleife 168 Doppelausgabe: zwei Fernschreiber werden parallel angesteuert. Nur einen Chip auf der Platine bestücken!
itlx_TW39plus-EN TW39 ab Version 1.30 oder Stromschleife 168 Englische Texte (Konfiguration)
itlx_TW39plus-PL10 TW39 bis Version 1.20 168 für Prototyp-Platinen
itlx_TW39plus-US45 TW39 ab Version 1.30 oder Stromschleife 168 45 Baud, Englische Texte

Anmerkung zu den Prozessor-Typen: 8 steht für ATmega8 oder ATmega8A; 168 steht für ATmega168, ATmega168A, ATmega168P, ATmega168AP; 328 steht für ATmega328 oder ATmega328P; Anstelle der 168-Typen kann immer auch ein 328 eingesetzt werden.

Tabelle der Varianten und Funktionen der SeriellUndSpeicher-Firmware:

Firmware-Bezeichnung für Platine bis V1.50 Firmware-Bezeichnung für Platine ab V2.00 Prozessor Funktionen
itlx_SeriellUndSpeicher itlx_SeriellUndSpeicher2 168 Anrufbeantworter
itlx_SeriellUndSpeicher-110-7 itlx_SeriellUndSpeicher2-110-7 168 Sonderversion 110 Baud 7 Bit auf der seriellen Seite, Zeitsperre
itlx_SeriellUndSpeicher-110-7_EN itlx_SeriellUndSpeicher2-110-7_EN 168 Sonderversion 110 Baud 7 Bit auf der seriellen Seite, Zeitsperre, Englische Texte
itlx_SeriellUndSpeicher-CODESW itlx_SeriellUndSpeicher2-CODESW 168 Umschaltbare Zeichen-Codierung
itlx_SeriellUndSpeicher-EN-CODESW itlx_SeriellUndSpeicher2-EN-CODESW 168 Umschaltbare Zeichen-Codierung, Englische Texte
itlx_SeriellUndSpeicher-Full itlx_SeriellUndSpeicher2-Full 328 Umschaltbare Zeichen-Codierung, Anrufbeantworter, Zeitsperre
itlx_SeriellUndSpeicher-EN-Full itlx_SeriellUndSpeicher2-EN-Full 328 Umschaltbare Zeichen-Codierung, Anrufbeantworter, Zeitsperre, Englische Texte
- itlx_SeriellUndSpeicher2-KOI7N2 168 Anrufbeantworter, Zeichensatz KOI7N2 (Verwendet "3. Ebene" auf der 5-Bit-Seite)
- itlx_SeriellUndSpeicher2-KOI8R 168 Anrufbeantworter, Zeichensatz KOI8R (Verwendet "3. Ebene" auf der 5-Bit-Seite)
- itlx_SeriellUndSpeicher2-US45 168 Anrufbeantworter, 45 Baud auf der 5-Bit-Seite, Englische Texte
itlx_SeriellUndSpeicher-OHNESP - 168 "Basisversion"